Zellkunde: Was Sie schneller regenerieren lässt

Zellkunde: Was Sie schneller regenerieren lässt
Die Muskulatur eines älteren Menschen regeneriert langsamer als die eines jungen

Wie effektiv Sie trainieren und wie schnell Sie Muskulatur aufbauen können, hängt in erheblichem Maße davon ab, wie rasch sich der Körper nach einer Belastung erholen kann

„Die Muskulatur eines älteren Menschen regeneriert langsamer als die eines jungen“, erklärt Sportwissenschaftler Stephan Geisler. „Das hängt mit der Zahl der so genannten Satellitenzellen zusammen, die für die Regeneration der Muskeln verantwortlich sind.“ Im Lauf der Jahre nimmt die Anzahl der Satellitenzellen – in der Abbildung unten mit der Ziffer 1 gekennzeichnet – deutlich erkennbar ab.

Junge Muskelfasern
Die Abbildungen zeigen einen Querschnitt durch einen jungen und einen alten Muskel (rechts). Zu sehen sind dort die an der Muskelregeneration beteiligten Satellitenzellen (1), die in der so genannten Basallamina, einer außenstehenden Membran der Muskelfaser (2), sitzen. Am Rand der Muskelfasern (dünn wie ein menschliches Haar) sind zudem die Zellkerne (3) zu erkennen, wo sich das Erbgut (DNA) befindet.

Alte Muskelfasern (rechts)
Die Illustration zeigt: Die Anzahl der Satellitenzellen (1) verringert sich im Alter deutlich. Nach einem harten Trainingsreiz werden sie aktiviert, entwickeln sich weiter, lagern sich an den Muskelfasern an und bauen den Muskel wieder auf. Studien zeigen übrigens, dass im Alter nicht nur die Anzahl der Satellitenzellen abnimmt, sondern dass die verbliebenen zudem in ihrer Funktion eingeschränkt sind: Sie reparieren quasi langsamer. Regelmäßiger Kraftsport regt die Bildung von Satellitenzellen an.

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