Die Wurzel des Übels: So behandeln Sie die Ursachen

Heuschnupfen: Bei schweren beschwerden muss Cortison ran
Mit spezifischer Immuntherapie späteres Asthma verhindern

Lassen Sie keine wertvolle Zeit verstreichen, sondern gehen Sie gegen Heuschnupfen vor, solange er sich noch im Anfangsstadium befindet

Anders als antiallergische Medikamente bekämpft eine spezifische Immuntherapie nicht die Symptome der Allergie, sondern deren Ursache. Da sie die einzig wirksame Methode ist, ein späteres Asthma zu verhindern, sollte man laut Aussage der Expertin eine so genannte Hyposensibilisierung auch bei leichten Beschwerden in Betracht ziehen. "Je früher die Krankheit behandelt wird, desto größer sind die Erfolgschancen", so Schwalfenberg.

Hyposensiblisierung: Der Körper soll sich an Allergieauslöser gewöhnen
Bei der Hyposensiblisierung wird dem Körper eine große Menge des Allergens zugeführt, um das Immunsystem an die allergieauslösenden Stoffe zu gewöhnen. Dadurch entwickelt der Körper über die Zeit eine immunologische Toleranz und die allergischen Beschwerden gehen zurück oder verschwinden ganz. „In bis zu 90 Prozent der Fälle sind die Patienten durch eine Immuntherapie auch acht bis zehn Jahre später fast völlig beschwerdefrei“, so die Expertin vom DAAB. Eine Immuntherapie ist auch dann möglich, wenn man auf viele Stoffe allergisch ist. „Ist der Patient auf diverse Stoffe allergisch, muss man sich bei der Behandlung auf eines der Allergene beschränken und schauen, dass man die allergische Reaktion lindern kann“, so Anja Schwalfenberg. „Hat man die Reaktionen auf dieses Allergen im Griff, kann man den nächsten Stoff angehen“, so Schwalfenberg weiter.

Immuntherapie vor der Pollenflugsaison beginnen
Bei der klassischen Immuntherapie erhält der Patient für die Dauer von drei Jahren alle vier Wochen eine Spritze. Im Gegensatz dazu kommt die neue Kurzzeittherapie mit nur vier bis acht Spritzen pro Jahr aus. Die neuere Kurzzeitherapie kann auch wenige Wochen vor der Pollenflugsaison begonnen werden und wird während der Saison ausgesetzt. Ganz ohne Spritzen verläuft die sublinguale Immuntherapie. Hier werden die Allergene täglich in Form von Tabletten oder Tropfen eingenommen.

Auch Bagatelle-Erkrankung behandeln
"Welche der drei Methoden gewählt wird hängt individuell vom Patienten ab", so Schwalfenberg. Jedoch bietet gerade die sublinguale Therapie eine schmerzfreie Methode den Heuschnupfen zu bekämpfen. Welche Methode auch gewählt wird, Heuschnupfen ist keine Bagatelle-Erkrankung und sollte daher immer behandelt werden.

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