Fit wie ein Eishockey-Profi: So bekommen Sie schnelle, starke Beine

Das Eishockey-Profi-Training
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Ob bei sportlichen Auseinandersetzungen oder im Alltag – mit den Tipps von Eishockey-Profi Marcel Müller kommen Sie garantiert nie wieder ins Schlittern

Bodychecks im Sekundentakt, unerbittliche Rangeleien und immer wieder Situationen, die mit einem lauten Krachen an der Bande enden: Eishockey ist ein Sport für Männer, die so schnell nichts aus der Bahn wirft. Einer dieser extrem zähen Burschen, die dem Puck nachjagen, ist Marcel Müller: 1,93 Meter groß, 100 Kilo schwer, durchtrainierter Körper.

Brust und Beine
"Wer nicht stark genug ist, wird auf dem Eis gnadenlos weggedrängt", sagt Müller. Deswegen trainiert er fünf mal pro Woche, jeweils zwei Stunden. "Sehr wichtig für die Zweikämpfe sind ein starker Oberkörper und kräftige Beine", erklärt der Stürmer.

Rücken und Bauch
Doch das allein reicht natürlich noch nicht aus, um bei der Rutschpartie auf dem Eis eine gute Figur zu machen. Damit sich ein Spieler gegen die Verteidiger des Gegners durchsetzen kann, muss er auch wendig und antrittsschnell sein. Beides erfordert eine ausgeprägte, sehr bewegliche Rumpfmuskulatur. Müller absolviert darum eine Vielzahl an Übungen für den Bauch und den unteren Rücken. Positiver Nebeneffekt: Rückenschmerzen, die angesichts der fast permanent gebückten Haltung auf dem Eis schnell zum Dauerproblem werden können, lassen sich so von vornherein vermeiden.

Vier Trainingspläne in einem Rutsch

Basisversion
Wärmen Sie sich mindestens fünf Minuten gründlich auf – im Studio auf dem Crosstrainer, zu Hause mit einem Mix aus schnellen Sprints auf der Stelle, lockerem Schulterkreisen und Hampelmännern. 30 Sekungen Pause, dann je zehn Kniebeugen (ohne Gewicht) und Liegestütze machen. Danach absolvieren Sie alle Übungen in der angegebenen Reihenfolge (je 30 bis 90 Sekunden Pause zwischen den Sätzen). Zum Schluss fünf Minuten locker auslaufen oder umhergehen.

Erweiterungspaket
Wer bereits regelmäßig ein Ganzkörper-Workout absolviert, kann dieses auch mit einzelnen hier gezeigten Übungen aufstocken. Wählen Sie am besten drei Übungen aus, je eine für den Oberkörper, die Beine und den Rumpf. Gute Kombinationen: die Übungen 1, 2 und 7 sowie 3, 5 und 6. Halten Sie sich an die angegebenen Satz- und Wiederholungszahlen und ersetzen Sie alle zwei Wochen eine neue Übung durch eine andere aus diesem Workout.

Anti-Kreuzweh-Einheit
Ein kräftiges Muskelkorsett rund um die Wirbelsäule legt fiese Verspannungen auf Eis. So stärken Sie Ihren Rücken: Starten Sie nach einem kurzen Warm-up zunächst mit einem simplen Unterarmstütz. Hüfte hoch, bis sie mit den Beinen und dem Oberkörper auf einer Linie ist. Zehn bis 15 Sekunden halten, zwei Durchgänge (Profi-Version: ein Bein heben). Dann machen Sie je einen Satz der Übungen 7, 6 und 3. Ein bis zwei Minuten Pause, dann den zweiten Durchgang anschließen.

Breite-Brust-Programm
Sie wollen einen dicken Brustpanzer? Mit diesem Supersatz-Zirkel schaffen Sie ihn! Fünf Minuten lockeres Schattenboxen, je ein Satz von Übung 2 und 3, im Anschluss daran so viele Liegestütze wie möglich, dann zehn bis 15 Dips: zwei Stühle mit den Sitzflächen zueinander aufstellen, Hände auf die eine, Füße auf die andere, den Körper senken, bis die Oberarme waagerecht sind, kurz halten, dann wieder hoch. Etwa eine Minute durchatmen, danach noch ein bis zwei weitere Runden einlegen.

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