Verseuchte Post: So bleibt Ihr PC gesund

Dr. Med. E. Mail
Dr. Med. E. Mail hilft.

Elektronische Post ist zu 60 Prozent verseucht. Unsere Tipps helfen Ihnen, die Gefahren besser zu erkennen

Krankheiten:
Phishing-E-Mails sollen Sie dazu bringen, Zugangsdaten und Pass-wörter zu verraten. „Unter einem Vorwand lotst man Sie auf eine gefälschte Website“, sagt EDV-Experte Frank Ziemann von der Technischen Universität Berlin.
Gesundheitsrisiko: sehr hoch.

Viren, Würmer und Spyware schädigen Ihr System oder spionieren es aus. Digitale Parasiten verschanzen sich im E-Mail-Anhang. Beim Öffnen der Datei infiziert sich Ihr PC. Gesundheitsrisiko: mittel bis sehr hoch.

Hoaxes warnen vor Viren, die es überhaupt nicht gibt. Gefährlich wird’s, wenn sie Ihnen dazu raten, Systemdateien zu löschen. Gesundheitsrisiko: niedrig bis mittel

Kettenbriefe wollen guten Willen ausnutzen, mit Versprechungen ködern. In E-Mails werden Knochenmarkspender gesucht oder Geschäfte vorgeschlagen, durch die man angeblich schnell reich wird. Gesundheitsrisiko: niedrig

Diagnose:
Inhalt: Ziemann: „Das beste Sicher-heits-Tool ist der gesunde Menschenverstand.“ Also: Eine Bank fragt Ihre PIN niemals per E-Mail ab. Und kein Mensch verschenkt Handys oder Reisen – auch nicht dafür, dass Sie die Mail an möglichst viele Leute weiterleiten.

Absender: Sie kennen keinen Joshua Prczybilsky? Dann seien Sie misstrauisch! Werfen Sie unbedingt einen Blick auf die Kontaktdaten. Verdächtig sind dabei unvollständige, schwer nachprüfbare Anschriften. Die Faustregel: Seriöse Firmen versenden keine Massenmailings.

Anlagen: Sehen Sie sich Anhänge stets genau an. Viele Programme blenden Dateinamen-Erweiterungen aus. Wenn Sie die Ordner-optionen in den Systemeinstellungen ändern, wird aus einem Foto namens SexyGirl.jpg schnell mal das Virus SexyGirl.jpg.exe.

Links: Schauen Sie sich genau an, wohin eine Verknüpfung führt. „Gefälschte Links sehen häufig authentisch aus“, sagt Experte Ziemann. Fälscher sichern sich klassische Vertipper-Domains wie www.mensheath.de. Häufig verstecken sich hinter Original-Logos hinterhältige Links.

Recherche: Die meisten Fälschungen können Sie entlarven, indem Sie die Betreffzeile oder drei Stichwörter in eine Suchmaschine eingeben. Nicht selten hat jemand den Wahrheitsgehalt einer Meldung bereits vor Ihnen geprüft. Websites wie www.hoax-info.de machen das sogar professionell.

Behandlung:
Entfernen: Löschen Sie die Nachricht sofort. Ist es wichtig, meldet sich der Absender bei Ihnen per Telefon.

Melden: Benachrichtigen Sie Hoax-Jäger. Und falls Sie den Absender der E-Mail kennen, teilen Sie ihm zudem mit, dass er einer Ente aufgesessen ist.

Absichern Stellen Sie die HTML-Option im E-Mail-Programm aus, um eingehende Nachrichten als reinen Text zu sehen. Nutzen Sie einen kostenlosen Virenscanner, der sich automatisch aktualisiert (etwa unter www.antivir-pe.de).

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