Last-Minute-Training: So geben Sie dem Fett den Rest

Die Waage will nicht weniger anzeigen? Irritieren Sie Ihren Stoffwechsel!
Die Waage will nicht weniger anzeigen? Irritieren Sie Ihren Stoffwechsel!

Die letzten Kilos sind die schwersten - wie Sie Ihren Körper am besten austricksen

Jeder, der abnimmt, kommt an den Punkt, an dem die Waage partout nicht weniger anzeigen will. Ein Indiz dafür, dass sich der Stoffwechsel angepasst hat. "Dann sollten Sie ihn irritieren, etwa durch ein dreitägiges, intensiveres Sportprogramm bei gleichzeitig verschärfter Nahrungsrestriktion", rät Froböse. Dadurch purzeln auch die nächsten Pfunde. Irgendwann kommen Sie dann an die letzten Pfunde, die letzten Millimeter der Fettschicht, die so viel schwerer loszuwerden sind als all der Speck zuvor.

Warum ist das so? "Von den ersten Kilos trennt sich der überfütterte Organismus kurz und schmerzlos, denn er hat keinen echten Bedarf dafür", sagt Froböse. Dieses flott abgebaute Fett sitzt leider nicht da, wo Sie es loswerden möchten. "Es handelt sich um Energiefette, die körperweit in den Muskelstrukturen sitzen. Das Fatale ist: Wenn Sie beim Abnehmen Muskelmasse verlieren, werden die Lagerplätze für diese Energiefette größer, und es wird immer schwieriger, die eigentliche Männer-Problemzone am Bauch zu bekämpfen – dort, wo die Evolution uns leider die langfristigen Speicherdepots hingepackt hat", erklärt der Sportwissenschaftler. Darum sein Tipp: "Machen Sie die Räume eng für die Energiefette, indem Sie Muskelmasse aufbauen. Auf die Art kommen Sie auch wieder an die hartnäckigen Speicherfette heran."

Fürs Training ist es nie zu spät
Dieser Mechanismus funktioniert immer, ein Leben lang, ob Sie ein Jo-Jo-Geschädigter sind oder nach Jahrzehnten größter Faulheit aus Ihrer Lethargie erwachen. "Sie können innerhalb von 12 Monaten von jedem Einstiegsniveau aus Ihre Muskelkraft um 100 Prozent steigern", verspricht Froböse. Oder sehr viel abnehmen. Denn alles in unserem Körper erneuert sich stetig. Die älteste Muskelzelle in Ihrem Körper ist 15 Jahre alt. Selbst Johannes Heesters besitzt pubertierende Muskelzellen, die gut trainierbar sind. Zudem erinnert sich der Körper an jede Bewegung, die Sie jemals im Leben gemacht haben. "Dieser Memory-Effekt bewirkt, dass Sie nach einer Trainings-Auszeit leistungsbereiter sind, als Sie es ohne früheres Training wären", erklärt Froböse.

Es ist also immer besser, sich ein bisschen zu bewegen, als gar nichts zu machen, schon um der Gesundheit willen. Denn so schön die Bestform Ihres Lebens äußerlich ist: Noch viel besser ist das, was im Inneren passiert. Dazu ein paar Beispiele aus der Wissenschaft: Regelmäßiges Ausdauertraining verringert das Risiko einer Herzerkrankung um 67 Prozent, die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, gar um 69 Prozent. Regelmäßiges Krafttraining wiederum mindert das Risiko, Bluthochdruck zu erleiden, um 40 Prozent.

Dies sollte Sie nun zusätzlich motivieren, die gesunde Lebensweise, die Sie für sich entdeckt haben, beizubehalten. Denken Sie daran: "Wer sich für Bewegung keine Zeit nimmt, wird sich irgendwann Zeit für seine Krankheiten nehmen müssen", mahnt Froböse.

Seite 46 von 50

Sponsored SectionAnzeige