Nackte Tatsachen : So gelingen Ihnen spannende Aufnahmen

Aktfotografie ist absolute Vertrauenssache
Aktfotografie ist absolute Vertrauenssache

Haben Sie genug Sonnenuntergänge geknipst? Dann ist es Zeit, sich was neues zu suchen: Doch Vorsicht: Der Akt ist mit das schwierigste in der Fotografie

Etwa nackten Frauenkörpern – aus rein künstlerischen Motiven, versteht sich. Doch Vorsicht: „Akt ist mit das schwierigste in der Fotografie“, warnt der Münchner Fotograf Stefan May. So klappt’s mit der Nachbarin:

Die Ausrüstung Sie brauchen vor der ersten Session nicht gleich den nächsten Kameraladen aufzukaufen: Alles von Spiegelreflex aufwärts ist auch für die Aktfotografie geeignet. Selbst Profis arbeiten oft mit Kleinbildkameras, weil die mehr Freiheiten lassen und man spontaner drauflos fotografieren kann. „Auch auf extra Lichtquellen sollte man am Anfang besser verzichten“, warnt May. „Man macht sich nur das Leben schwer, wird durch die Technik gehemmt, statt sich mit der Person vor der Kameralinse zu beschäftigen.“

Das Filmmaterial „Aktfotografien in Farbe wirken meist kommerzieller und leicht pornografisch, Schwarzweiß ist sinnlicher, betont mehr die Gefühle“, sagt der Experte. Welches Filmmaterial (z. B. Dia oder Negativfilm, Lichtempfindlichkeit etc.) das richtige ist, muss jeder selbst herausfinden. „Experimentieren Sie einfach drauflos!“

Das Motiv Überlegen Sie genau, mit wem Sie den ersten Schuss wagen: Eine Beziehung zu wildfremden Modellen herzustellen, ist für Anfänger nicht leicht. Die eigene Freundin abzulichten, kann aber auch daneben gehen – ist das Ergebnis nicht optimal, droht schlechte Stimmung. Auch über die Posen sollte man sich vorab Gedanken machen. Viele stellen sich vor, man müsste nur drauflos knipsen, sobald die Hüllen gefallen sind – doch das geht garantiert daneben. Blättern Sie einige Bücher mit Aktfotografien durch und orientieren Sie sich an Posen, die Ihnen spontan gefallen. „Diese sollte man mit den Modellen besprechen“, rät May. „Sonst sind sie gehemmt, haben vielleicht Angst, dass hinterher doch etwas ,Schmutziges‘ rauskommt.“

Die Atmosphäre „Aktfotografie ist absolute Vertrauenssache“, sagt Stefan May. Fotograf und Modell müssen sich wohl fühlen, Spaß an der Sache haben. Achten Sie darauf, dass Ihr Modell nicht friert, legen Sie einen Bademantel für Knipspausen bereit und verbannen Sie alle Zuschauer vom Ort des Geschehens. „Wichtig ist auch, nicht zu lange bei ein und derselben Pose zu bleiben“, rät May. „Je länger man daran rumtüftelt, desto verkrampfter werden die Modelle – der Atmosphärenpegel sinkt von Sekunde zu Sekunde.“ Und das merken Sie spätestens, wenn Sie den entwickelten Film abholen.

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