Selbst heilen: So heilt sich der Körper selbst

Doktor Eisenbart war ein Stümper gegen ihn

Leberbeschwerden, Gedächtnisprobleme, Herzinfarkt? Das muss nicht sein. Ihr Körper hat eine lebenslange Garantie

Würden Menschen über dieselben Fähigkeiten verfügen wie ein Salamander, dann besäße der unvorsichtige Schreiner am Ende der Straße noch sämtliche Finger an seiner Hand. Aber kurz nachdem unsere Ururahnen vor 365 Millionen Jahren dem Uferschlamm des Ururmeeres entschlüpften, ging die Erbinformation für Gliedmaßen-Regeneration aus dem genetischen Programm verloren. Ein schmerzlicher Verlust! Die gute Nachricht: Ihr Körper hat sich ein paar wichtige Reparaturmechanismen erhalten.

Runderneuerung
„Regeneration ist der Normalzustand, solange wir Embryos sind“, sagt Dr. David L. Stocum, Forscher an der Purdue-Universität in Indianapolis. „Wir verlieren diese Fähigkeit beim Heranwachsen – aber in bestimmten Gewebesorten bleibt sie erhalten.“ Welche das sind? Arterien, Haut, Lungen Leber und Verdauungstrakt sowie einige Bereiche des Gehirns. Dort finden regelmäßige Runderneuerungen statt. „Es ist ähnlich wie beim Auto“, so Stocum. „Dem Motor fehlt Öl, also kaufen Sie einen Liter. Ein Rücklicht geht kaputt, Sie tauschen die Birne aus. Die Kupplung macht Ärger, Sie erneuern die Beläge. Genauso funktioniert’s bei körperlichen Problemen.“

Werkzeug für die Reparatur
Manche Teile, inklusive der Leber und abgetrennter Stücke von Fingerkuppen, wachsen sogar nach. Studien legen den Verdacht nahe, dass nichtembryonale Stammzellen in diesen Arealen eine Rolle spielen. Besitzt Ihr Körper noch alle Teile und Werkzeuge für die nächste Generalüberholung? Lernen Sie, wie er gebrochene Knochen repariert, verschlossene Arterien öffnet, neue Gehirnzellen entwickelt und anderes mehr.

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