Lagerpeilung: So schaffen Sie Ordnung im Kleiderschrank

Von Casual bis Business: Was gibt Ihr Kleiderschrank so her?
Ordnung im Schrank: Was hängt man und was legt man?

Lesen Sie diesen Artikel. Gehen Sie zu Ihrem Kleiderschrank. Öffnen Sie die Türen. Und schaffen Sie endlich die Ordnung, von der Sie immer geträumt haben.

Ordnung im Schrank

Was hängt man und was legt man?

  • Mäntel, Anzüge, Jacken und Hosen sollten grundsätzlich in den Kleiderschrank gehängt werden, damit sie nicht so leicht knittern. Ausreichend Platz ist dabei das Wichtigste. In überfüllten Schränken kann die Luft nicht zirkulieren und die Kleidungsstücke knautschen schneller. Hemden freuen sich ebenfalls über einen Bügel. Er verhindert das Knittern sowie Legefalten und erleichtert Ihnen die Auswahl. 
  • Haben Sie nur begrenzt Platz, können Hemden aber auch liegend untergebracht werden. Vorausgesetzt sie sind ordentlich, aber locker gefaltet. Stapeln Sie die Hemden dann so, dass der Kragen mal nach vorne, mal nach hinten zeigt. 
  • Jeans sind in der Horizontalen am besten aufgehoben. Achten Sie beim Zusammenlegen darauf, dass sich keine Falten bilden, die drücken sich nämlich in den Stoff. 
  • T-Shirts bewahrt man aus Platzgründen liegend auf. Wer viel Raum hat, kann sie auch hängen, das erleichtert die Übersicht. 
  • Alle Stricksachen müssen unbedingt liegend verstaut werden.Hängend werden die Ärmel sonst länger, als Ihnen lieb ist, und an den Schultern drücken sich Bügelbeulen ein.

Welcher Bügel ist perfekt wofür?

  • Für Mäntel, Sakkos und Jacken ist der Formbügel der einzig Richtige. Er ist der menschlichen Schulterpartie nachempfunden und hinterlässt keine Beulen. 
  • Hosen sollten am besten auf Klemmbügel gehängt werden. Diese bestehen aus zwei geraden Holzleisten, die auf der Innenseite mit Filz beschichtet sind. Mit dem umklappbaren Bügelhaken wird der Hosensaum zwischen den Holzleisten eingeklemmt. Hängen Sie Hosen immer mit den Beinen nach oben auf und beachten Sie, dass die Bügel keine rote Beschichtung haben. Besonders bei hellen Beinkleidern kann der Filz nämlich abfärben. Schmale, leicht nach unten gebogene Bügel sind die optimale, Platz sparende Ruhestätte für
  • Hemden – ob Holz- oder Plastikbügel bleibt Ihrem persönlichen Geschmack überlassen.

Wie lagert man Krawatten?

  • Spezielle Krawattenbügel oder Hängesysteme sind ideal. 
  • Einige Kleiderschränke haben bereits Krawattenleisten in den Türen eingebaut. Wenn Sie die Binder aufhängen, müssen Sie vorher unbedingt den Knoten lösen, sonst verlieren die Krawatten ihre Form.
  • Wer keinen Platz zum Hängen hat, kann seine Schlipse auch zu Schnecken rollen und in die Schublade legen. Hierfür bietet der Fachhandel spezielle Einlagen an. Nachteil: Die Auswahl nach Mustern fällt in dieser unübersichtlichen Lage schwer.

Wohin mit den Gürteln? 

  • Aufhängen! Wenn Sie sie einrollen und legen, nehmen sie schnell Schneckenform an. Die Enden kringeln sich dann beim Tragen ein, was doof aussieht. 
  • Es gibt unterschiedliche Hänger für Gürtel. Die Gängigsten bestehen aus einem offenen Metallring, auf den die Gürtel gehängt werden. Das Ärgerliche an diesen Modellen ist, dass Sie alle Gürtel, die vor Ihrem derzeitigen Favoriten hängen, erst abnehmen müssen. Praktischer sind Bügel mit geschlossenem Ring und Klemmverschluss. Schieben Sie den gewünschten Gürtel bis zum Verschluss, öffnen Sie dann den Bügel und fertig. Eine weitere Lösung sind Bügel mit Steg, der zu kleinen Spitzen gebogen ist. An denen können Sie die Gürtel an der Schnalle aufhängen. 

Was gehört nicht in den Schrank?

  • Alles, was dreckig ist. Erst wenn die Sachen gründlich gesäubert und gelüftet wurden, erhalten sie wieder Aufenthaltsrecht. 
  • Ebenso haben Schuhe nichts im Kleiderschrank verloren. Ihnen sollte ein Schuhschrank reserviert werden. Alle Schuhe, vor allem Sportschuhe, müssen nach dem Tragen auslüften. Tun sie dies im Kleiderschrank, hilft kein Duftsäckchen der Welt, den muffigen Geruch aus der Kleidung zu vertreiben. Das Gleiche gilt für die Sporttasche.

Wie vermeidet man Muffelgeruch?

  • Hängen oder legen Sie keine getragenen oder feuchten Outfits in den Schrank – das ist schon mal die halbe Miete. 
  • Bei Pullovern, T-Shirts und allen Textilien, die liegend lagern, kann man Frischetücher zwischen die Kleidungsstücke legen. Genauso gut wirkt aber auch parfümiertes Schrankpapier. Sollten Ihre Sachen trotzdem einmal muffeln, lüften Sie sie vorm Anziehen gut aus.
  • Härtefälle kann man mit Textil-Erfrischer behandeln (z. B. „Febreeze“) – oder waschen.

Wie lüftet man Sachen aus?

  • Anzüge, Pullover und Westen aus Wolle sollten nicht zu oft gewaschen werden, wenn Sie lange Freude an ihnen haben wollen. 
  • Um den Alltagsschmutz zu entfernen, reicht meist schon die Kleiderbürste, denn die Naturfasern haben ja eine Selbstreinigungswirkung. 
  • Außerdem brauchen die Sachen Luft. Balkon oder Badezimmer sind dafür ideal. Anzüge hängen Sie auf Bügel in den Wind, Pullis und Westen legen Sie auf einen Wäscheständer, damit sie nicht aushängen. 
  • Vorsicht bei Regen. Wollstoffe sollten nicht nass werden. 
  • Sind die Sachen kraus geworden, hilft ein Dampfbad. Lassen Sie heißes Wasser in die Badewanne ein und hängen Sie die Sachen in den glättenden Wasserdampf. Danach alles gut durchtrocknen lassen.

 Wohin mit Frischgebügeltem?

  • Da nach dem Bügeln noch Restwärme und -feuchtigkeit in der Kleidung ist, sollten die Sachen am besten einige Stunden auf einem Bügel auskühlen, bevor sie in den Kleiderschrank kommen. Und erst nach diesem Cooldown gehen Sie daran, Ihre T-Shirts oder Hemden zusammenzulegen.

Wie Schützt man sich vor Motten?

  • Haben die verfressenen Tierchen erst einmal zugebissen, entscheidet die Lochgröße, ob das angenagte Teil noch zu retten ist, und Ihre Hartnäckigkeit, ob Sie sich bald komplett neu einkleiden müssen. Denn die Nachkommenschaft einer einzigen Motte kann bis zu 40 Kilo Wolle pro Jahr verputzen. 
  • Ihre Larven sind leider sehr robust, aber bei Temperaturen über 60 Grad oder unter dem Gefrierpunkt haben sie keine Chance mehr. Da die meisten Wollsachen nur für die Kaltwäsche geeignet sind, fällt die Waschmaschine zur Bekämpfung aus. 
  • Deshalb: ab damit in den Backofen. Eine Stunde bei 60 bis 80 Grad reichen aus, um die Vielfraße unschädlich zu machen. Vorsicht bei Mischgeweben mit Synthetik, die schmilzt bei 80 Grad. 
  • Hier hilft nur die Kälteschock-Methode. Packen Sie das befallene Kleidungsstück in eine Plastiktüte, frieren Sie es ein. Nach einem Tag sind Eier, Larven und Falter tot. Um sich diese Prozeduren in Zukunft zu sparen, sollten Sie Ihren Kleiderschrank zur mottenfreien Zone erklären. 
  • Auf Chemie können Sie dabei verzichten, wenn Sie folgende Tipps beherzigen:  
  • Hängen Sie niemals bereits getragene Kleidung ungelüftet in den Schrank. Die Motten lieben Schmutzreste und werden von Schweißgeruch magisch angezogen. 
  • Glücklicherweise vertragen sie ein paar bestimmte natürliche Düfte nicht, wie den von Zedernholz oder Lavendel. So jagen Zedernholz-Klötzchen, -bügel oder -Einlegeböden die Wollfresser aus dem Schrank. Das Holz muss aber ab und zu angeschliffen werden, damit es seine Wirkung beibehält. 
  • Lavendel-Duftsäckchen sind ebenfalls effektiv und lassen sich auch schnell auffrischen. Mit einer Politur aus einem Mix ätherischer Öle (etwa Zitrone oder Lavendel) für Ihren Kleiderschrank schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie ist gut fürs Holz und schlecht für die Motten.

Wie entmistet man einen Schrank?

  • Als Erstes trennen Sie sich von allen Sachen, die kaputt oder deutlich zu eng sind. Stücke, die zu weit geworden sind, kommen entweder sofort in die Änderungsschneiderei oder auch weg. 
  • Dann sind die Fehlkäufe dran. Die erkennt man daran, dass man sie seit dem Kauf nur einmal oder noch gar nicht getragen hat. Auch weg.
  • Nun zu den ehemaligen Lieblingsstücken, die sich leider nicht mit Ihrem Stil verändert haben. Sortieren Sie aus, was Sie seit einem Jahr nicht mehr getragen haben. Denn das werden Sie auch nie wieder anziehen. 
  • Die schmerzvollste aber effektivste Methode, den Schrankinhalt zu reduzieren ist, die Freundin ran zu lassen, während Sie selbst nicht da sind. Doch da gehört viel Mut zu.

Wie lagert man sehr feine Stücke?

  • Die Sachen für besondere Anlässe sollten so verstaut werden, dass sie licht- und staubgeschützt hängen und nicht im Weg sind. Ideal ist ein separater Schrank. 
  • Empfindliche Stoffe kommen in eine spezielle Hülle oder einen perfekten Kleidersack. Der besteht aus atmungsaktiven Vliesstoffen, wie Tyvek oder TNT (Tessuto e Non Tessuto). Sie halten den Staub ab, Luft und Feuchtigkeit können zirkulieren. Diese Schutzhüllen sind sehr robust und bei Bedarf auch waschbar. Man bekommt sie im Fachhandel oder per Bestellung (etwa bei „Alfa-Team“, Tel. 0211/7336066 oder bei „Curtis 1000“, Tel. 02632/2909-0) als Sonderanfertigung.

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