Auf und nieder: So überstehen Sie eine Trekkingtour

Der richtige Outdoor-Ausrüstung
Gute Ausrüstung ist auf einer Trekkingtour das Maß aller Dinge

Wenn der Berg ruft, kann man nur schwer weghören. Doch ohne die richtige Ausrüstung und Profi-Wissen endet Ihre trekkingtour schnell mit einem abgrundtiefen Fehltritt

Rasten statt rosten: Vor dem Aufstieg sorgen Müsli, Obst und Vollkornbrot für Energie, unterwegs wird mit Keksen, Trockenobst, Nüssen oder Schokolade nachgetankt. Wichtig: viel trinken (je nach Gelände verliert man bis zu 3 Liter/Tag), etwa Pfefferminztee, Mineraldrinks.

Eine Frage der Zeit: Mit dieser Formel können Sie überschlagen, wie lang Sie unterwegs sein werden (ohne Wartezeit am Gipfel): 1 km = 12 min + 10 min pro 100 m Höhenunterschied. Bergab: 10 min pro 300 m abziehen, bei steilem Gefälle 10 min pro 300 m dazuaddieren.

Spieglein, Spieglein …: Klar nervt es, wenn sie sich sogar in 2348 m Höhe die Lippen nachziehen muss. Doch bevor Sie anfangen zu toben, sollten Sie bedenken, dass der kleine Handspiegel lebensrettend sein kann: als Notsignal. Die Reflektionen sieht man auch aus großer Entfernung, sogar vom Cockpit des Rettungshubschraubers aus.

Schichtwechsel: Toll, Ihr polartauglicher High-Tech-Pulli. Doch was, wenn die Sonne durchkommt? Schwitzen. Und alle beneiden, die sich nach dem Schalenprinzip angezogen haben: lieber mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander als ein dickes. Die Luftpolster zwischen den Stoffen halten warm, je nach Wetter kann man Schicht für Schicht ab- oder auch anlegen.

Tierisches Wetter: „Nicht das Wetter ist schlecht, sondern die Ausrüstung“, sagen Trekking-Profis. Doch bei einem echten Unwetter, das in den Bergen manchmal sehr plötzlich auftritt, nützt die auch nicht viel. Bei diesen Warnzeichen sollten Sie lieber umkehren oder Schutz suchen: Haufenwolken in Ambossform, Gemsen, die bergab springen, rasch fallender Luftdruck auf dem Barometer.

Alles im Griff: Bergsteigen ist nicht ungefährlich – selbst wenn man die Eigner-Nordwand links liegen lässt. Deshalb sollte man nie ohne minimale Notausrüstung (Kompass, Taschenmesser, Trillerpfeife und Armbanduhr) losgehen. Und damit man im Ernstfall nicht erst lange unter Vesperbroten und Regenjacke im Rucksack suchen muss, hängt man sie sich einfach an einer Schnur um den Hals.

Seitensprung: Vor allem bei steilen Abschnitten gilt: die Füße seitlich stellen und sich Schritt für Schritt nach oben arbeiten. Ein Stock sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Nicht in die Knie: Schade, dass Sie sich keinen Träger leisten können. Aber mit dem richtigen Rucksack merken Sie auch so kaum was vom Gewicht (maximal 12 Kilo): Er sollte ein eingearbeitetes Tragegestell haben (hält den Rücken frei, verringert das Schwitzen und entlastet die Schultern). Ein Hüftgurt stabilisiert den Rucksack von unten. Optimal sitzt er, wenn die Oberkante etwa auf Schulterhöhe ist.

Gummis schützen: Gute Trekkingschuhe sind heutzutage praktisch wasserfest. Doch was nützt das, wenn die Hosenbeine den halben Bach aufsaugen? Von dort wandert die Nässe schnell nach unten: Waden, Socken, Füße. Deshalb: Hosenbeine mit Gummibändern in die Stiefel verbannen.

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