Gemobbt, gekündigt, genervt: So überstehen Sie Rückschläge im Job

Im Berufsleben braucht man den Beistand eines Schutzengels – oder Tipps von Men’s Health. So überstehen Sie Rückschläge im Job

Schwierigkeiten gehören zum Berufsalltag wie die Versprecher zu Lothar Matthäus. Es geht aber noch schlimmer. Fast jeden Arbeitnehmer sucht irgendwann in seinem Job-Leben eine echte Katastrophe heim. Eine Kündigung, eine unerwartete Versetzung oder ein nervenzehrender Kleinkrieg mit einem Kollegen. Wie reagiert man dann? Wie rettet man seine Haut, wie begrenzt man den Schaden und wie überlebt man das berufliche Erdbeben? Wir haben für Sie mit unseren Experten die häufigsten Rückschläge im Beruf recherchiert und nach Rettungsmöglichkeiten gefahndet. Erstes Ergebnis: Es gibt welche.

0600 Katastrophenschutz

Sie bekommen eine Abmahnung
Wenn die Abmahnung auf Ihren Schreibtisch flattert, beginnt die Zeit des großen Zitterns. Denn noch ein Fehler, und Sie können Ihre Ordner packen. Einer Abmahnung geht jedoch immer ein triftiger Grund voraus. "Bringen Sie zuerst die konkreten Hintergründe für die Abmahnung in Erfahrung, wenn sie nicht sowieso offensichtlich sind. Dann überlegen Sie, wen Sie für Ihre Interessen einsetzen können und unternehmen alles, um den Erfordernissen der Abmahnung nachzukommen", sagt Karriere-Coach Bernd Andersch aus Aachen:

Reflektieren Sie Ihr Verhalten in persönlichen Gesprächen mit Vorgesetzten und Kollegen.
Schaffen Sie sich eine Lobby aus Interessensvertretern, zum Beispiel aus dem Betriebsrat oder aus der Personalabteilung.
Nehmen Sie sich und Ihre Bedürfnisse in dieser heißen Phase ein Stück zurück, beweisen Sie Ihrem Boss, dass es keinen Grund für eine weitere Abmahnung gibt.
Wenn Sie tatsächlich etwas verkehrt gemacht haben, sollten Sie nicht versuchen, sich rauszureden und durch Ihr uneinsichtiges Verhalten eventuell eine unüberbrückbare Front aufzubauen.

Sie sollen zwangsversetzt werden
Denken Sie bei Versetzung auch an Bestrafung? Nicht selten wird die Verlegung in eine andere Abteilung, ins Nebengebäude oder in eine andere Stadt über den Kopf des Arbeitnehmers hinweg entschieden. Wer sich sang- und klanglos seinem Schicksal fügt – sich also vom Boss steuern lässt, ohne entgegenzuwirken –, hat’s nicht anders verdient. Wenn Sie mit der Versetzung nicht einverstanden sind, kommt es auf Ihren Einsatz an:

Geben Sie sich nicht gleich geschlagen, sondern liefern Sie lieber einen Gegenvorschlag oder erarbeiten Sie mit dem Vorgesetzten Lösungen.
Wichtig ist, dass Sie auch die Chancen erkennen, die in einer Versetzung liegen. Ein Ortswechsel, vor allem ins Ausland, bringt einen enormen Zugewinn an Erfahrung.

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