Bodenhaftung: So überwinden Sie jedes Hindernis

Bei Geröllstrecken sollte der Blick ständig auf den Boden gerichtet sein
Bei Geröllstrecken sollte der Blick ständig auf den Boden gerichtet sein

Loser Sand ist für den Läufer eine pure Kraftanstrengung, Matsch dagegen bereitet teilweise sogar großes Vergnügen

8. Bachdurchquerung
Ist der Bach nur flach (Knöchelhöhe), können Sie fast trockenen Fußes hinüberkommen. Hüpfen Sie dazu auf den Zehenspitzen mit kürzestem Bodenkontakt durch das Wasser. Versuchen Sie, möglichst direkt "von oben" (nicht schräg) auf die Wasserfläche zu treffen. Ist der Bach knietief? Staksen Sie wie ein Storch durch das Nass. Hier geht es aber nicht mehr um einen Laufschritt, sondern nur darum, möglichst trocken an das andere Ufer zu gelangen. Ist der Bach hüfthoch? Lassen Sie sich ins Wasser gleiten und schwimmen Sie hinüber.

9. Sand
Loser Sand bedarf beim Laufen größter Kraftanstrengung. Setzen Sie nur mit den Fußballen auf, dann sinkt der Fuß am wenigsten tief ein, und Sie kommen am schnellsten vorwärts. Suchen Sie die "festen" Stellen, die meist am Rand des Sandtrails liegen, oder laufen Sie – handelt es sich um einen Sandstrand – möglichst nah an der Wasserlinie, also in dem Bereich, wo das Wasser den Sand etwas gefestigt hat.

10. Matsch, Schlamm
Manch einem Trailläufer macht nichts mehr Spaß, als im tiefen Schlamm seine Bahnen zu ziehen. Da spritzt und quietscht es, fliegen die Erdbrocken. Jeder Laufstil ist recht, denn Matsch und Schlamm sind viel zu flüssig, als dass ein Einsinken verhindert werden könnte. Und der Zehenspitzenlauf (siehe Bachüberquerung) ist zu gefährlich: Beim reinen Vorfußlauf ist die Rutschgefahr zu groß. Expertentipp: Glänzender Schlamm ist sehr nass und glitschig, "stumpfer" Schlamm klebrig und pappt im Sohlenprofil.

11. Geröll
Bei Geröllstrecken geht die Gesundheit vor. Je nach Größe der Steine sollte man das Laufen gegebenenfalls unterlassen. Die Gefahr des Umknickens ist zu groß. Nur bei Geröllstrecken mit kleinen Steinen ist an ein vorsichtiges Laufen zu denken. Der Blick muss ständig auf den Boden gerichtet sein und jeden Fußaufsatz genau vorhersehen.

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