Sex-Studie: So (un)befriedigend ist das Sexleben der Deutschen

In deutschen Betten geht es rund – aber nicht so rund, wie die Mehrheit es gerne hätte
Deutschlands Sexleben - in Theorie und Praxis

Die Deutschen lassen es im Schlafzimmer gerne krachen, nur leider viel zu selten und häufig ohne den heiß ersehnten Höhepunkt. Das frustet, zeigt eine aktuelle Umfrage

Note: (Un)befriedigend

Das Ergebnis der aktuellen Durex Studie ist nicht ganz eindeutig: 47 Prozent der 1001 befragten Männer und Frauen sind mit ihrem Liebesleben nicht zufrieden, 12 Prozent sogar überhaupt nicht zufrieden – so die Reaktionen auf die Frage "Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Sexleben? Ernüchternd. Bei der zweiten Frage "Wie würden Sie Ihr Sexleben beschreiben?" setzten sogar 20 Prozent bei "Routine ..." ihr Kreuz. Aber es gibt noch Hoffnung: Denn wiederum 42 Prozent vergaben bei dieser Frage ein gut und sage und schreibe 19 Prozent finden ihr Sexualleben einfach nur großartig. Auffällig dabei: Die Männer sind insgesamt zufriedener mit dem, was sich hinter geschlossenen Zimmertüren abspielt, als die Frauen. Denn, während rund 45 Prozent der Männer ihrem Sexleben die Note "gut" geben, sind es bei den Damen nur 37 Prozent. Es wird deutlich: Deutschlands Sexleben ist ausbaufähig.

So lange dauert der perfekte Sex: Theorie versus Praxis

Bei einer Sache sind sich Frauen und Männer jedoch einig: Knapp eine halbe Stunde soll der perfekte Sex andauern. So die Theorie... In der Praxis nehmen sich die Deutschen im Durchschnitt aber immerhin 23 Minuten und 53 Sekunden Zeit für die intensive Zweisamkeit – inklusive Vorspiel! Übrigens: Mit rund 29 Minuten treiben es die Brandenburger am längsten. Die Hessen haben's hingegen mit nur 21 Minuten ziemlich eilig ans Ziel zu kommen. Bei der Häufigkeit kollidieren Theorie und Praxis zudem besonders stark: Fünf Mal die Woche Sex, das wäre für die meisten Befragten die ideale Sexfrequnz. Im "echten Leben" tun sie es dann aber doch nur rund zwei Mal die Woche. Ausbaufähig ...

© obs/RB Deutschland

Orgasmus? Keine Selbstverständlichkeit

Wenn es dann aber doch mal heiß hergeht, kommt knapp die Hälfte (48 Prozent) der Deutschen zum Höhepunkt, wobei auch hier zwischen Mann und Frau unterschieden werden muss: 61 Prozent der Stimmen kamen von den Männern, nur magere 27 Prozent von den Frauen. Männer, was ist da los! 27 Prozent? Das könnte ihr doch wohl besser. Auch interessant: Während die über 55-Jährigen mit 52-prozentiger Orgasmus-Rate sogar über dem Durchschnitt liegen, dürfen sich im Gegensatz dazu nur 43 Prozent der 18- bis 24-Jährigen bei jedem Schäferstündchen über einen Orgasmus freuen. Als Hauptursache benennen rund 3 von 10 Befragte (29 Prozent) ein fehlendes oder zu kurz kommendes Vorspiel. Dicht drauf folgen eine zu geringe Abwechslung (26 Prozent) sowie eine zu kurze Erektion (24 Prozent).

Sextoys so beliebt wie nie

Laut der Durex-Studie stehen die Deutschen total auf Sexspielzeug. Hier ist vor allem die jüngere Generation (18 bis 24 Jahre) mit 71 Prozent ganz weit vorne. Zum Vergleich: Lediglich 39 Prozent über alle Altersgruppen hinweg lehnen das unzüchtige Spielzeug ganz ab. Der Favorit: der Vibrator, ganz klar (62 Prozent). Während der Süden (München) mit mehr als zwei Drittel besonders verspielt ist, gaben im hohen Norden (Hamburg) 42 Prozent an, dass sie niemals auf Sex Toys zurückgreifen. Tipp: Wir stellen Ihnen die besten Sextoys für Paare vor. 

Wie zufrieden sind SIE mit Ihrem Sexleben?

Und wie sieht’s bei Ihnen aus? Liegen Sie unter oder über dem deutschen Durchschnitt? Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Sie und ihre Partnerin der gleichen Meinung sind, scheuen Sie sich nicht Ihre bessere Hälfte direkt drauf anzusprechen und einen "potenziellen Notstand" direkt zu beseitigen ... 

Sponsored SectionAnzeige