5 Gründe, warum Saft ungesund ist!

5 Gründe, warum Sie keinen Saft trinken sollten
Ob Granatapfel, Orange oder Apfel: Fruchtsäfte sind wahre Zuckerbomben

Sie denken, Saft zu trinken wäre gesund, da er "nur" Fruchtzucker enthält? Den Zahn müssen wir Ihnen ziehen, denn Fruchtsäfte sind nicht besser als Cola und machen uns fett und krank

Wer sich eine Coke gönnt, weiß in der Regel, dass er sich da gerade eine Zuckerbombe reinkippt. Doch auch Saft hat es (nicht nur) in Hinblick auf den Kaloriengehalt faustdick hinter den Ohren. Obwohl Fruchtsäfte immer noch als super gesund gelten, ist die Wahrheit leider eine ganz andere. Diese 5 Gründe, warum Saft ungesund ist, sprechen für sich: 

1. Fruchtsäfte sind nicht so gesund wie Obst

"Obst ist gesund, also ist Saft es auch." Klingt logisch, stimmt nur leider nicht. Ein Fruchtsaft kann aus ernährungsphysiologischer Sicht niemals einen Apfel oder eine Kiwi ersetzen. Denn damit aus den Früchten ein Saft werden kann, erfordert es vor allem eines: hohe Temperaturen. Bei der Saftherstellung muss das Obst einiges mitmachen und wird u.a. zerkleinert, gepresst und pasteurisiert – und das alles unter hohem Druck und Hitzeeinwirkung.

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Nur blöd, dass Vitamine ziemliche Mimosen sind, die bei Hitze gerne einfach mal flöten gehen. Die meisten sitzen aber eh unter der Schale und die verbleibt leider im Pressrückstand. Sprich: Das Endprodukt "Saft" enthält viel weniger Vitamine, Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe als das entsprechende Obst in seiner ursprünglichen Form.

2. Säfte haben genau so viele Kalorien wie Cola

Sie wollen endlich ein paar Kilo abnehmen und Ihre geliebten Softdrinks gegen gesunde Säfte tauschen? Gute Idee, schlechte Ausführung. Man mag es kaum glauben, aber ob Sie nun ein Glas Cola oder ein Glas Apfelsaft trinken, macht vom Kalorien- und Zuckergehalt her fast keinen Unterschied. Die Säfte haben meist sogar MEHR Kalorien als Coke & Co. Kalorien sparen mit Saft? Fehlanzeige!

In Fruchtsaftgetränken und Nektar ist zudem noch zusätzlicher Zucker enthalten. Sprich: Ihr Blutzuckerspiegel fährt nach einem Glas O-Saft erstmal eine schöne Runde Achterbahn, die oft in einer Heißhungerattacke endet. Wer abnehmen will, lässt also lieber die Finger von ungesundem Saft, 

Getränk, 1 Glas entspricht 200 mlKalorien
1 Glas Cola 84 kcal 
1 Glas Orangensaft86 kcal 
1 Glas Apfelsaft99 kcal 
1 Glas Sauerkirschnektar 122 kcal 
1 Glas Grapefruitsaft 122 kcal 

3. Fruchtzucker ist kein "gesunder" Zucker

Fruchtsaft enthält neben Glukose (Traubenzucker) auch Fruktose, den sogenannten Fruchtzucker. Doch das Wörtchen "Frucht" macht diese Zuckerart nicht besser als normalen Zucker. Da Fruktose – im Gegensatz zu Glukose – insulinunabhängig verstoffwechselt wird, erhält das Gehirn nach einer Ladung Fruchtzucker kein Sättigungssignal. Das führt dazu, dass schnell mal mehr davon gegessen bzw. getrunken wird als der Körper braucht. Und der tut sich zudem relativ schwer damit, große Mengen an Fruchtzucker zu verdauen. Während wir Glukose zur Insulingewinnung benötigen, ist der Körper auf Fruktose im Grunde nämlich gar nicht angewiesen und muss ihn im Darm erstmal in Glukose umwandeln, um ihn überhaupt nutzen zu können. Überschüssiger Fruchtzucker wandert wiederum in die Leber – wo eigentlich nur Abfallprodukte landen. Das sollte Ihnen zu denken geben. Wenn die Leber mehr Fruktose bekommt als sie verarbeiten kann, wird der Überschuss in Fett umgewandelt. 

4. Fruchtsaft greift den Zahnschmelz an

Zucker ist bekanntlich schlecht für die Zähne und Fruchtzucker macht da leider keine Ausnahme. Wer regelmäßig Fruchtsäfte trinkt, schadet daher auch seinen Zähnen. Besonders schlimme Schäden hinterlassen die Fruchtsäuren, die den Zahnschmelz angreifen und auf Dauer zu Zahnerosionen führen können. Dadurch werden die Zähne im Laufe der Zeit empfindlicher und brüchiger, die Schneidekanten dünnen aus und die Kauflächen flachen ab.

Orangensaft ist gesund? Falsch, gedacht!
Die Fruchtsäuren im O-Saft schädigen Ihre Zähne massiv

5. Saft begünstigt die Entstehung von Diabetes

Eine Studie der Harvard School of Public Health kam bereits vor einigen Jahren zu dem Ergebnis, dass ein zu hoher Saftkonsum das Diabetes-Risiko erhöhen kann. Dabei wurden Ernährungsgewohnheiten von rund 190.000 Teilnehmern ausgewertet. Die Forscher fanden zudem heraus, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob man sein Obst in flüssiger oder fester Form zu sich nimmt. Denn sie stellten auch fest, dass das Risiko an Diabetes mellitus zu erkranken sogar sinkt, wenn man mindestens 2 Portionen frisches Obst, insbesondere Heidelbeere, Trauben und Äpfel, pro Woche isst.

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Direktsaft, Konzentrat oder Nektar: Was ist gesünder?

Wirklich gesund sind Fruchtsäfte im Grunde ja alle nicht, doch natürlich gibt es gute und weniger gute Säfte. Doch welche Anforderungen müssen eigentlich erfüllt sein, damit sich ein Saft auch Saft nennen darf? 

  • Saft und Direktsaft müssen zu 100 % aus dem Fruchtfleisch oder -saft von Obst oder Gemüse gewonnen werden. Direktsaft wird (direkt) gepresst und abgefüllt. Einfacher Saft hingegen wird meist mit Hilfe von Konzentrat hergestellt, das ist deutlich günstiger. Dafür entzieht man dem Direktsaft durch Erhitzen das Wasser, so entsteht das Konzentrat. Später macht man aus Konzentrat und zugesetztem Wasser dann Saft. 
  • Fruchtnektar enthält nur 25 bis 50 % Früchte, der Rest ist Wasser. Häufig wird auch Zucker (bis zu 20 %) zugesetzt, um den Süßegrad zu erhöhen. Denn wenn ein Saft wenig Frucht enthält, schmeckt er auch weniger süß. 
  • Fruchtsaftgetränke sind eindeutig die schlechteste Wahl, wenn es um Säfte geht. Der Fruchtanteil ist hier noch geringer als im Fruchtnektar und liegt bei nur 6 bis 30 %. Neben Zucker und Wasser landen je nach Hersteller auch jede Menge Zusatzstoffe wie Farbstoffe und künstliche Aromen, im Fruchtsaftgetränk. Finger weg!

Fruchtnektar ist oft zu stark nachgesüßt, genau wie Fruchtsaftgetränke, die meist nichts anderes als "Zuckerwasser" sind. Doch auch Direktsaft ist nicht immer die beste Wahl: Denn genau wie Saft aus Konzentrat, wird Direktsaft erhitzt, um haltbar gemacht zu werden. Doch dabei gehen Aromen und Vitamine verloren.

Gibt es eine gesunde Alternative zu Fruchtsäften?

Eine gute Alternative zu gewöhnlichen Säften sind kaltgepresste Säfte. Anders als Saft enthalten die nämlich noch wesentlich mehr gesunde Inhaltsstoffe. Der Grund: Bei der Herstellung wurde nicht mit Hitze gearbeitet, sprich: Das Obst und Gemüse wurde nicht hoch erhitzt, denn dadurch gehen Vitamine & Co. flöten. Kaltgepresste Säfte werden auch nicht pasteurisiert, um sie haltbar zu machen, hier kommen spezielle, viel schonendere Verfahren zum Einsatz. Kaltgepresste Säfte gibt es online, aber auch in immer mehr Supermärkten.

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Noch besser: Wasser, ungesüßter Tee (Kräuter- oder Früchte, egal) oder auch mal eine verdünnte Fruchtsaftschorle sind definitiv die bessere Wahl im Alltag. Wem die Umstellung sehr schwer fällt, der geht ganz langsam vor und reduziert den Saftanteil im Glas Stück für Stück, in dem Sie das Getränk immer mehr verdünnen. Am Ende werden Sie den puren Saft kaum noch runterbekommen, weil er so süß ist, wetten? 

Mit diesen 10 Tipps gelingt auch Ihnen der perfekte Smoothie
Selbstgemachte, grüne Smoothies sind eine bessere Wahl als Fruchtsaft

Sind Smoothies besser als Saft?

Jein. Ein selbstgemachter (am besten) grüner Smoothie mit hohem Gemüseanteil ist definitiv ein echter Gesundheitsbooster. Doch machen Sie nicht den Fehler, Smoothies als kleinen Snack für zwischendurch anzusehen, die man mal eben runterspült. Smoothies sind nämlich eher in der Kategorie "Mahlzeit" anzusiedeln, da sie vom Kaloriengehalt her nicht zu unterschätzen sind. Daher ist ein Smoothie aber auch ein prima Frühstück. Fertige Smoothies aus dem Supermarkt wurden leider auch zur Haltbarmachung erhitzt, so dass hier schon viele Vitamine und Mineralstoffe durch die Hitze zerstört wurden. 

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Fazit: Essen Sie lieber Obst, statt Säfte zu trinken

Keine Angst: Ihren frisch gepressten Orangensaft am Sonntagmorgen wollen wir Ihnen mit diesem Artikel gar nicht madig machen. Doch wer täglich mehr als ein Glas Saft trinkt, sollte sich überlegen, ob es aufgrund der oben genannten Gründe nicht besser wäre, den Saftkonsum ein wenig zu reduzieren. Beißen Sie stattessen einfach mal wieder direkt in einen Apfel oder genießen Sie eine süße Orange. 

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