Sam Fisher im Einsatz: So werden Sie zum Top-Agenten

Sam Fisher gibt beim Einsatz immer 100 Prozent
Fitness ist für einen Geheimagenten überlebenswichtig

Sam Fisher ist ein Super-Agent: ehemaliger Soldat, CIA-Ermittler, Experte für brenzlige Einsätze. Ein Informant verrät uns, wie Fisher es schafft, sich stets in Top-Form zu halten

MH: Woher rührt die außergewöhnliche Körperbeherrschung?

I: Viele seiner Bewegungen basieren auf Parkour und Freerunning. Dazu kommen Methoden des israelischen Nahkampfsystems Krav Maga. Und ein bisschen Jackie Chan steckt ebenfalls ihn ihm.

MH: Wie hat er diese Techniken erlernt?

I: Das war ein langwieriger Prozess, bei dem einige externe Berater im Spiel waren. Mit ihnen wurde etwa analysiert, welche Moves in Standardsituationen am besten umsetzbar sind. Sie trugen dafür verkabelte Overalls, die ähnlich aussahen wie Fishers Hightech-Anzug.

Sam Fisher ist immer bestens ausgestattet
Fishers Standard-Einsatzkleidung liegt so eng an wie ein Neoprenanzug. Das Material ist mit Kevlar-Fasern verwoben, soll vor Gewehrkugeln und Messerstichen schützen. Ein Thermo-Regulationssystem hält die Körpertemperatur möglichst konstant, integrierte Wasserreservoirs bewahren ihn vorm Dehydrieren. Zusätzlich hat Fisher im Einsatz Zugriff auf mehr als ein Dutzend Waffen und Gadgets, beispielsweise Nachtsichtgeräte, Kameras, Mikrofone, Wanzen, Fingerabdruck- und Retina-Scanner.

MH: Haben Sie Sam Fisher schon einmal in einem Freizeit-Outfit gesehen?

I: Nur einmal bisher – auf den Workout-Bildern, die ich Ihnen beschafft habe.

MH: Wie wichtig ist für einen Mann wie Fisher die körperliche Fitness?

I: Überlebenswichtig. Die Missionen, mit denen er betraut wird, sind äußerst vielfältig – deswegen müssen es seine athletischen Fähigkeiten ebenfalls sein.

Für Sam Fisher ist Tarnung wichtiger als eine muskulöse Optik
Wenn ein Geheimagent zu muskulös wäre, würde er auffallen

MH: Warum ist er nicht muskulöser?

I: Für ihn hat es oberste Priorität, kein Aufsehen zu erregen. Stellen Sie sich vor, er würde aussehen wie ein Bodybuilder, da fiele er natürlich schnell ins Auge.

MH: Verzieht er auch deshalb nie eine Miene, weil er nicht auffallen will?

I: Ja, das ist ebenfalls Teil der Strategie. Außerdem drückt es aus, dass Fisher die Situation unter Kontrolle hat, es ist ein Zeichen seiner Professionalität. T

Trotz dieser Professionalität ist Fisher für seinen düsteren Humor bekannt – besonders für Ein-Satz-Kommentare, die er ohne erkennbare Gefühlsregung abgibt. Greift er sich einen Gegner, um diesen als menschlichen Schutzschild zu benutzen, sagt er etwa: "Fühlst du dich kugelsicher?" oder "Mal sehen, ob deine Freunde um dich herumschießen können." Internen Berichten zufolge ist das seine Art, mit der Spannung während eines Einsatzes umzugehen.

MH: Respektieren Sie Sam Fisher?

I: Man hat doch im Prinzip keine andere Wahl, als diesen Mann zu respektieren. Er hat die Welt schon zigfach vor Terrorakten bewahrt. Aber davon erfährt die Öffentlichkeit nie, weil er ja offiziell gar nicht existiert.

MH Irgendwie schade, oder? Vergessen Sie eigentlich ab und zu, dass Sam Fisher lediglich der Held in einem Computerspiel ist?

I: Nein, das ginge zu weit. Aber ich kann mich mit ihm identifizieren. Das ist die wichtigste Voraussetzung, um einem fiktiven Charakter Leben einzuhauchen.

Hier geht es weiter: Sam Fishers Agenten-Workout

Maxime Beland ist Creative Director beim Videospiele-Hersteller Ubisoft. Er leitete im kanadischen Montreal die Entwicklung des 5. Teils der Reihe "Tom Clancy’s Splinter Cell".

Sam Fisher hat in "Splinter Cell: Conviction" der NSA den Rücken gekehrt, ist erstmals auf eigene Faust unterwegs und sucht den Mörder seiner Tochter – mit seinen ganz eigenen Mitteln.

Seite 2 von 2

Sponsored SectionAnzeige