Ferien zu zweit: So wird es ein Liebesurlaub

Das Schöne am Streiten ist die Versöhnung
Das Schöne am Streiten ist die Versöhnung

Zu zweit reisen birgt Konflikt-Risiken. Mit diesen Beziehungs-Tipps landen Sie sicher im Hafen der Erholung

Er will last minute reisen, sie mit Frühbucherrabatt
Wer seinen Urlaub plant, greift immer auf bisherige Erfahrungen zurück. Meist wird man schon in der Kindheit durch den Urlaub mit den Eltern geprägt. „Wenn Ihre Eltern immer alles geplant haben, wollen Sie wahrscheinlich alles eher dem Zufall überlassen“, so Friedhelm Schwiderski, Paartherapeut und Buchautor („Beziehungsweise glücklich“, Ernst- Reinhardt-Verlag, um 13 Euro). „Eine Trotzreaktion!“ Treffen Sie sich doch in der Mitte: Einigen Sie sich im Vorhinein auf einen Reisezeitraum, beantragen Sie Urlaub, legen Sie ein Reisebudget fest und – wichtig! – bestimmen Sie ein ungefähres Ziel. Etwa das Mittelmeer oder die Anden. So haben Sie Ihre Planung abgeschlossen und können sich nun entspannt, aber gezielt, nach Last-Minute-Angeboten umschauen.

Er hat nur Handgepäck, sie braucht ein Frachtflugzeug

Hier unterscheiden sich die Gewohnheiten wohl am stärksten. Während Sie auch eine Weltreise mit einem Paar Jeans und zwei Unterhosen bestreiten könnten, benötigt die Angebetete selbst auf einer Safari das kleine Schwarze. Lösung: „Teilen Sie die Zuständigkeiten auf. Jeder ist für sein eigenes Gepäck verantwortlich – sowohl beim Packen als auch beim Tragen“, sagt Schwiderski.

Er möchte Action, sie will nur am Strand brutzeln
Damit solche und andere Interessensunterschiede nicht zum
handfesten Streit führen, müssen Sie schon vorm ersten Urlaubstag Ihre Wünsche äußern. „Wer seine eigenen Bedürfnisse zum Wohle der Harmonie unterdrückt, wird nämlich keine Entspannung kriegen“, erklärt der Paartherapeut. „Sollten Sie keinen Kompromiss finden, gibt es 2 Möglichkeiten: entweder 2-mal in den Urlaub fahren oder getrennt reisen.“

Beide wollen reden, aber keiner weiß, worüber
Im Urlaub kommt oft der Punkt, an dem man sich nichts mehr zu sagen hat. Grund: Sie haben so viel Zeit füreinander, wie sonst nie im Alltag. „Wenn Sie sich für eine Aktivreise entscheiden, bei der viel passiert, oder sogar gemeinsam mit Freunden einen Urlaub buchen, kommen immer wieder neue Gesprächsthemen auf“, so Schwiderski. Netter Nebeneffekt: Die Kommunikation im Urlaub baut eine Nähe auf, von der Ihre Beziehung auch noch nach dem Urlaub profitiert.

Keiner hat Lust auf Zoff, aber Sie streiten dennoch

Trotz aller Vorsicht und Vorsorge kommt es zum großen Streit:
Fetzen und Hoteleinrichtung fliegen, Sie sind 1000 Kilometer von Ihrer Heimat entfernt, und der Urlaub dauert noch 10 Tage. „Vor allem bei frischen Paaren können heftige Konflikte entstehen“, sagt Schwiderski. Bevor Sie aber überstürzt die Heimreise antreten, gilt es, die Ruhe zu bewahren. „Kommt es zur Eskalation, sollte man diese auf jeden Fall nutzen. Beide sollten sich zurückziehen, ihre Argumente aufschreiben und sich dann noch einmal in aller Ruhe zusammensetzen.“

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