Schmerzen in der Brust: Sodbrennen oder Anzeichen für Herzinfarkt?

Sodbrennen oder Infarkt?
Hoffentlich Sodbrennen! Das kann nach üppigen und fetten Mahlzeiten auftreten, sagt die nette Ärztin

Wissen Sie, worin sich harmloses Sodbrennen von gefährlichen Herzschmerzen unterscheidet? So bekommen Sie es heraus

Nach dem Essen so ein fieses Ziehen im Brustbereich - ein Drittel der Männer wissen nicht, ob Sie zu viel gegessen und Sodbrennen haben oder doch unter ernsthaften Herzproblemen leiden oder sogar ein Anzeichen für einen Herzinfarkt verspüren, so die Studie der British Heart Foundation. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es mithilfe der Symptome herausfinden.

SodbrennenHerzprobleme
Wie fühlt sich das an?Beim Sodbrennen tritt Magensäure in die Speiseröhre über. "Das verursacht brennende, meist auch drückende Schmerzen im Oberbauch, die bis in den Brustkorb aufsteigen können", erklärt Kardiologe Dr. Franz Goss aus München.Typische Symptome sind: Ein Engegefühl, es brennt unangenehm in der Brustmitte, Sie spüren einen Druck auf dem Brustbein. Die ungewohnten Schmerzen können in den linken Arm und sogar bis in die Kieferwinkel ausstrahlen.
Wann passiert es?Meistens spüren Sie diese Symptome im Liegen. Ein weiteres Indiz: Der Schmerz hält lange an (bis zu 2 Stunden) und tritt gehäuft nach Alkohol- und Nikotinkonsum auf. Auch üppige und fettreiche Mahlzeiten sind Verursacher.Die Beschwerden können bei Alltäglichem auftreten – beim Treppensteigen, nach dem Essen. Trügerisch: schnelle Besserung nach Belastung. Herzschmerzen dauern 5 bis 10 Minuten, treten belastungsunabhängig oft frühmorgens auf.
Was geschieht schlimmstenfalls?Selten kann es zu blutenden Magengeschwüren kommen. "Bei pechschwarzem Blut im Stuhl müssen Sie sofort einen Magen-Darm-Spezialisten aufsuchen", warnt Goss. Eine Magenspiegelung lokalisiert dort die Blutungsquelle.Die Symptome können Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Diese Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße kann zu Herzrhythmus-Störungen führen – mitverantwortlich für die plötzlichen Todesfälle bei Herzinfarkten.
Was hilft am besten?Säureblocker wirken meist binnen 20 bis 30 Minuten. Chronisch Kranke nehmen oft magensaftresistente Kapseln (etwa Omeprazol). Bei häufigen Beschwerden sollten Sie unbedingt eine Magenspiegelung machen lassen.Treten die Symptome auf, sofort zum Kardiologen oder im Zweifel lieber den Notruf wählen! "Ein Arzt kann schnell durch ein EKG oder andere detaillierte Labortests prüfen, ob ein akuter Herzinfarkt vorliegt oder nicht", sagt Goss.
Wie kann ich vorbeugen?Essen Sie nur kleine Portionen – nicht zu fettig, nicht zu süß. Dazu täglich 2 bis 3 Liter Wasser, Kräutertee, milde Apfelschorle. Getränke und Speisen nicht zu heiß und nicht zu kalt verzehren. Alkohol nur in Maßen, keine Zigaretten.Wenn Sie vom Arzt wissen, dass Sie gefährdet sind, meiden Sie körperliche Anstrengungen. Lassen Sie sich regelmäßig alle 2 bis 3 Monate untersuchen, um abzuklären, ob (und in welchem Maße) Sie doch Sport machen dürfen.

Leiden Sie momentan noch nicht unter Herzproblemen? Unser Herz-Guide sorgt dafür, dass das auch weiterhin so bleibt. Zu einem gesunden Herz gehört eine gesunde Ernährung, mit der Logi-Methode essen Sie genau richtig. Mit unserem Fett-weg-Guide verlieren Sie gefährliche Pfunde und werden fitter und strapazierfähiger.

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