Fitnessdefizit bei Bundeswehr: Soldaten zu dick

Antreten zum Dienstsport heisst es für dicke Soldaten
"Rührt Euch!" müsste es bei der Bundeswehr wohl öfter heißen

Bei der Bundeswehr herrscht Alarmstufe rot in Sachen Fitness: Die meisten Soldaten sind dick und zu unsportlich

Eigentlich sollten ja gerade sie sportlich und fit sein, doch die Soldaten der Bundeswehr sind offenbar zu dick. Und nicht nur das: Laut einer Untersuchung leben sie auch noch überdurchschnittlich ungesund: 70 Prozent rauchen und ein Fünftel gibt an, gar keinen Sport zu treiben, so der Mängelbericht des Wehrbeauftragten des Bundestags Reinhold Robbe.

Nicht nur absolut, sondern auch im Vergleich zu den Zivilisten schneiden die moppeligen Landesverteidiger schlecht ab: Fast die Hälfte, 40 Prozent der männlichen Soldaten zwischen 18 und 29 Jahren, hat Übergewicht. Bei ihren zivilen Altersgenossen sind es hingegen nur 35 Prozent. Schuld an zuviel Speck auf den Hüften soll die mangelnde Zeit für Dienstsport sein.

Dabei ist Sport ein wichtiger Teil des Jobs: Vorgeschrieben sind 15 bis 20 Prozent Fitness währende der Dienstzeit. Selten erfüllt ein Soldat diesen Prozentsatz. Wehrbeauftragter Reinhold Robbe berichtet über die Lage bei mittelgroßen Stützpunkten: "Von 1000 Soldaten gehen nur 30 bis 35 regelmäßig in den Fitnessraum der Kaserne". Das soll sich jetzt ändern, so Robbe weiter. Er fordert, die Soldaten von Bürokratie zu entlasten, damit sie mehr Zeit für ihre körperliche Fitness haben. Auch die privatisierte Truppenernährung soll obst- und gemüsereicher werden.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht des Wehrbeauftragten.

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