Soll ich besser morgens oder abends trainieren?

Soll ich besser morgens oder abends trainieren?
Früher Vogel oder Nachteule? Zu welchem Zeitpunkt trainieren Sie besser?

Nachteule oder früher Vogel? Gibt es einen optimalen Zeitpunkt füs Training? Wir sagen, wie Sie Ihr Workout timen, um die besten Ergebnisse zu erzielen

Ausdauer- oder Krafttraining? Zirkeltraining oder Stationen-Workout? Morgens oder abends trainieren? Was ist besser für Ihren Körper und vor allem Ihre Trainingsergebnisse? Es gibt eine Menge Fragen, die sich vermutlich jeder bei der Planung eines Workouts durch den Kopf gehen lässt. Zumindest zum Trainingszeitpunkt gibt es wissenschaftliche Untersuchungen und Zahlen, die Ihnen die Planung leichter machen. Sie haben schon von Ihrem Biorhythmus gehört – Ihrer so genannten "inneren Uhr", die unter anderem Ihren Schlaf beeinflusst? So einen Biorhythmus haben auch Ihre Muskeln, behauptet eine US-Studie der Northwestern University in Chicago. Denn Ihr Körper reagiert auf Training zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich. Laut Studie der beste Trainingszeitpunkt: bei Tageslicht, dann sei die Leistungsfähigkeit der meisten Menschen am besten. Der Grund: Spezielle Proteine, die den Stoffwechsel auf Trab halten, wenn der Sauerstoffgehalt beim Sport in den Muskelzellen abfällt, wirken effektiver, wenn man sehr wach ist. So empfehlen die Forscher die Mittagspause, um ins Fitnessstudio einzuchecken.

Früher Gym-Vogel vs. Kraftraum-Nachteule

Trotz dieser Empfehlung ist es häufig komplizierter, den perfekten Zeitpunkt zu bestimmen, um besser zu trainieren. Denn dieser ist individuell, hängt mit Ihren Trainingszielen und der Art des Workouts zusammen, das Sie durchführen wollen. Sie müssen also nicht immer vor Sonnenuntergang noch schnell ins Gym sprinten. Wer morgens oder abends trainieren will, sollte folgende Regeln beherzigen:

Besser trainieren: Voraussetzungen und Argumente für Sport am Morgen

  • Ihre Testosteron-Werte sprechen für ein Training am Morgen. Denn diese sind morgens bis zu 35% höher als am Abend. Testosteron sorgt für Energie und unterstützt den Muskelaufbau.

>>> Alles über das Männerhormon Testosteron 

    • Auch Ihr Schlafrhythmus profitiert bei einem Training in der Früh. Wer um 7 Uhr morgens schon die Hanteln schwingt, schläft nachts besser als Abendsportler, so eine Studie der Appalachian State University im US-Bundesstaat North Carolina.

    >>> So schlafen Sie gesund und erholsam 

    • Vorbild gefällig? Sexiest Man Alive Dwayne "The Rock" Johnson trainiert noch bevor der Hahn kräht. Und zwar um 4:30 Uhr in der Früh.

    >>> Die 7 Trainings-Mantras von Dwayne "The Rock" Johnson 

    • Fettverbrennung: Ausdauersportler und Abnehmwillige sollten morgens (am besten vor dem Frühstück) ran: Denn dann verbrennen Sie bis zu 20 % mehr Fett, so das British Journal of Nutrition Study. Der Grund: Blutzucker-, Insulin- und Glykogen-Level sind nach dem Aufwachen noch unter dem Normalwert, so dass Ihr Körper eher an die Fettreserven geht.

    Besser trainieren: Gründe und Voraussetzungen fürs Workout am Abend

    • Ihr Cortisollevel. Die Werte des Stresshormons, das den Muskelabbau fördern kann, sind morgens um 3 Viertel höher als am Abend und in der Nacht.

    >>> 7 Tipps gegen Muskelabbau 

    • Motivation gefällig? Sport-Rekorde – beispielsweise von Usain Bolt – werden fast immer nach Sonnenuntergang gebrochen.
    • Mehr Power: Ihr Kraftlevel ist morgens an einem Tiefpunkt und steigt gleichmäßig über den Tag. Höchstwerte gibt's am Abend. Bedeutet: Für ein effektives Krafttraining sollten Sie abends ins Fitnessstudio. Diese Empfehlung gilt aber nicht für alle Arten von sportlichen Übungen. Ihre Leistungsfähigkeit bei gleichbleibenden Ausdauerbelastungen (etwa beim lockeren Laufen oder Radfahren) wird nicht von der Tageszeit beeinflusst.
    • Wichtig fürs Training am Abend: Sie sollten etwa 2 Stunden vor dem Schlafengehen mit Ihrem Sportprogramm durch sein. Ansonsten läuft Ihr Kreislauf nachts noch auf Hochtouren, was wiederum Ihren Biorhythmus und Ihren Schlaf durcheinander wirbelt.

    Fazit

    Wer morgens trainieren geht, kann einen Extra-Energieschub, mehr Testosteron, einen höheren Stoffwechsel und besseren Schlaf für sich verbuchen. Fürs Training am Abend sprechen mehr Kraft, weniger Stress und die Chance, der Chipstüte vor dem Fernseher oder dem Kneipengelage mit den Kumpels aus dem Weg zu gehen. 

    Sponsored SectionAnzeige