Fitness-Uni: Sollte man ins Fitness-Studio joggen?

Stephan Geisler lehrt an der IST-Hochschule in Düsseldorf. Bei uns beantwortet der Sportwissenschaftler Ihre Fragen zum Krafttraining, diesmal zum Thema Vorbereitung aufs Workout
Frage von Leo Küppers (Köln), per Mail

Stephan Geisler lehrt an der IST-Hochschule in Düsseldorf. Bei uns beantwortet der Sportwissenschaftler Ihre Fragen zum Krafttraining, diesmal zum Thema Vorbereitung aufs Workout

„Joggen dürfen Sie natürlich – auch ins Fitness-Studio. Bevor Sie loslaufen, sollten Sie jedoch ein paar Faktoren beachten. Berücksichtigen Sie, wie weit Ihr Studio entfernt ist. Noch vor dem eigentlichen Workout einen Halbmarathon durch die Großstadt hinzulegen, wäre eher kontraproduktiv.”

Wichtig ist zudem Ihr aktueller Fitness-Zustand. Stecken Sie das Joggen ins Fitness-Studio als Warm-up weg, wird der Lauf zur idealen Vorbereitung. Sie kommen völlig ausgeknockt im Gym an? Dann können Sie sich das Workout gleich sparen. Genau aus diesem Grund schlägt man oft die umgekehrte Reihenfolge vor: erst das Kraft-, dann das Ausdauertraining. Schließlich ist Krafttraining komplexer und benötigt mehr Energie.”

„Ziele spielen ebenfalls eine Rolle. Wer ins Fitness-Studio joggt, setzt bereits einen Reiz. Bleibt dieser unterschwellig, kann man von einem Warm-up sprechen. Bei einem intensiven Lauf hingegen bringen Sie Ihren Körper auf die Anpassungsebene des Ausdauertrainings. An dieser Stelle können sich die Anpassungsprozesse des Krafttrainings überlagern. Wählen Sie die Belastung vorab also stets mit Bedacht!”

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