Hautpflege: Sonnenbräune für Rothaarige

Sonnenschutz
Sonnenbräune auch für Hellhäutige?

Eine neue Sonnencreme könnte zukünftig auch nordeuropäische Hauttypen braun werden lassen

Hellhäutige und Rothaarige können möglicherweise in Zukunft wie alle anderen Menschen braun aus dem Sommerurlaub zurückkehren. US-Wissenschafter haben nach eigenen Angaben eine Sonnencreme entwickelt, die den Bräunungsmechanismus in Hautzellen in Gang setzt.

Bisherige Erkenntnisse lassen vermuten, dass nordeuropäischen Hauttypen ein Rezeptor in ihren Hautzellen fehlt, der die Pigmentbildung – also Bräune – überhaupt ermöglicht. Daher bekommen diese Menschen stattdessen einen Sonnenbrand.

Die Creme enthält einen Stoff, das so genannte Forskolin, der den fehlenden Rezeptor quasi ersetzt. In Experimenten mit hellhäutigen Mäusen hat Forskolin die Zellen angeregt, sogar ohne Sonnenlicht Pigmente (Bräune) zu bilden, so die Wissenschaftler des Bostoner Dana-Farber Krebs-Institutes im angesehenen Fachmagazin Nature. Die Substanz hätten die Forscher aus der Wurzel der indischen Forskohli-Pflanze gewonnen. Die so erzeugte Bräune sei zudem exakt von der gleichen Art wie die natürliche von dunkelhäutigen Mäusen.

Der Clou: Forskolin schützte die Mäuse in den Experimenten auch gegen Hautkrebs, so Studienleiter David Fischer. Zwar sei noch nicht klar, ob Forskolin tief genug in die menschliche Haut eindringt, um den selben Selbstbräune-Effekt auszulösen. Aber das Risiko, an Hautkebs zu erkranken, könne damit möglicherweise gesenkt werden.

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