Bücher der Superlative: Spannendst

Spannendst

Die folgenden Bücher sind Extreme ihrer Art – auch, was den Lesespaß angeht

Der Roman, der an den entlegendsten Ort der Welt führt: Jennifer Vanderbes: "Osterinsel", Berlin Verlag, 472 Seiten, 22 Euro

Die Autorin: Ihre literarische Ausbildung verfeinerte die 1947 in New York City geborene Autorin nach einem Studium an der Yale-Universität im Iowa Writer's Workshop. "Osterinsel" ist ihr Roman-Debüt.

Darum geht’s: Das Buch spielt auf der durch ihre riesigen Moai-Statuen bekannten Vulkaninsel, die mitten im Pazik liegt und zu Chile gehört. Hierher bricht 1912 die Engländerin Elsa Pendleton auf, die ihren Ehemann, einen Anthropologen, auf seiner Forschungsreise begleitet. 60 Jahre später kommt die amerikanische Botanikerin Dr. Greer Faraday zur Untersuchung von Pollen auf der Insel an. Ihre Geschichten ähneln sich: Beide Frauen wurden von ihren Männern betrogen, beide entdecken auf ihre Art die geheimnisvolle Inselwelt - und dabei sich selbst.

Beste Szene: Das Experiment, bei dem alle auf der Insel tätigen Forscher ihr Wissen in einen Topf schmeißen, um eine Moai-Statue so zu bewegen, wie es die einheimischen Rapa Nui einst gemacht haben: akribisch geplant mit jedem Einzelnen als Rädchen im großen Werk (Seite 376-385).

Geeignet für: Für alle, die Fernweh haben, die Natur lieben und Interesse an wissenschaftlichen Fragestellungen aller Art haben.

Das brauchen Sie dazu: Ein Chile-Reiseführer mit einer Karte von Rapa Nui, wie die 28°10' südlicher Breite und 109°30' westlicher Länge gelegene Osterinsel bei den Insulanern heißt. Und ein paar Gläschen "Pisco Sour", das chilenische Nationalgetränk (gemixt aus zwei Teilen Pisco, einem Teil Limettensaft, Zucker und Crash-Eis).

Wenn Sie wissen wollen, welcher Roman den liebeshungrigsten Helden bietet, und welcher Sie am besten Amerika verstehen lässt: Klicken Sie sich durch die folgenden Seiten!

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