Gedächtnis: Ein Funken Intelligenz

nervtötender Tinnitus
Die ständigen Geistesblitze machten ihn total fertig

Wieder einmal sprachlos? Kleine Elektroschocks machen sprachgewandt, so eine Untersuchung

Wenn Sie nicht wissen, was Sie sagen sollen, legen Sie in Zukunft einfach Spannung an. Denn schwache elektrische Ströme auf das Gehirn sollen das Sprachvermögen verbessern.

Dabei reicht es angeblich aus, das Gehirn über Elektroden an der Stirn für eine knappe halbe Stunde mit zwei Milliampere zu reizen. Das ist etwa die Stromstärke, die auch eine Digitaluhr benötigt. Und Nebenwirkungen treten nicht auf, so Meenakshi Iyer vom Nationalen Gesundheitsinstitut (NIH) in Bethesda, USA. Man fühlt nur ein leichtes Jucken um die Elektroden

Nur ein winziges Fünkchen

Iyer hatte über hundert Probanden gebeten, in 90 Sekunden möglichst viele Wörter mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben aufzuzählen. Im Schnitt kamen die Testpersonen auf 20 Stück. Behandelte die Forscherin sie mit Strom, fielen ihnen etwa zwanzig Prozent mehr Wörter ein als ohne. Ein schwächerer Strom von nur einem Milliampere wirkte nicht.

In weiteren Untersuchungen will Iyer jetzt die Beobachtung erklären. Sie vermutet, dass der Strom die elektrischen Eigenschaften des präfrontalen Cortex beeinflusst – der Hirnregion, in der unter anderem Wörter gebildet werden. Vermutlich leiten die Zellen Signale leichter weiterleiten, nachdem sie unter Strom gesetzt worden sind.

Die Forscherin hatte die milde Stromzufuhr als Alternative zu einer Therapie mit Magnetfeldern untersucht. Strom könnte ein transportable und sichere Variante zu den großen Magnetfeldanlagen bieten.

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