Outdoor-Dreh: Sport-Movie selbst filmen

Selbstgedrehte Sport-Movies dokumentieren Ihre Leistung
Es muss nicht immer frontal sein: Sportliche Aktivitäten wirken spannender, wenn sie aus verschiedenen Perspektiven gefilmt werden

Ob auf dem Bike oder auf dem Brett, ein selbstgedrehtes Sport-Movie hält Ihre Leistungen für alle Zeit fest

  • Vor dem Dreh
    „Auch ein Action-Movie braucht eine gewisse Dramaturgie“, erklärt Joachim Hellinger, Programmdirektor der European Outdoor Film Tour in München. Machen Sie sich klar, ob Sie eine Mountainbike-Tour, einen Sprung beim Surfen oder nur Ihre Skateboard-Stürze zeigen möchten. Entwerfen Sie ein Konzept – kein Hollywood-Drehbuch, aber einen groben Plan, wann was passieren soll. Erkunden Sie vorab den Drehort und suchen Sie verschiedene Perspektiven: Bäume bieten Vogelperspektiven, Löcher sind super für Froschperspektiven.
  • Bei dem Dreh
    Nicht einfach drauflosfilmen! Passen Sie die richtige Tageszeit ab: „Licht ist einer der entscheidenden Faktoren im Film“, so Hellinger. „Besonders Morgen- und Abendsonne erzeugen ein vorteilhaftes, stimmungsvolles Licht.“ Achten Sie darauf, dass die Sonne nie hinter der Kamera steht. Direktes Gegenlicht kann allerdings Stunts und Flugeinlagen elegant hervorheben, da man nur Silhouetten erkennt. Wenn möglich, arbeiten Sie mit 2 Kameras – so können Sie ein und dieselbe Szene aus der Ego-Perspektive und in der Totalen zeigen.
  • Nach dem Dreh
    Das Schneiden am Computer kann Filmen den entscheidenden Kick geben. „Aus dem dramaturgischen Bogen ergibt sich eine Schnittfolge“, erklärt Hellinger. Um Dynamik zu erzeugen,
    reihen Sie kurze Szenen aneinander. Eine Zeitlupe kann dagegen aus einer langen Szene bestehen. Ganz wichtig ist die Musik: Zu einer schnellen Szenenfolge passen auch schnelle Songs. Seien Sie sich der Tonspur schon vorm Dreh bewusst. Wenn Sie durch Umgebungsgeräusche die Atmosphäre einfangen wollen, brauchen Sie eventuell ein Extra-Mikrofon.
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