Orthopädie : Sport nach Schleudertrauma?

Frage: Bei einem Verkehrsunfall habe ich ein Schleudertrauma an der Halswirbelsäule erlitten. Davor war ich sportlich ziemlich aktiv, bin gesurft, Rennrad und Ski gefahren. Ist damit jetzt Schluss?
Jürgen R., Burgkirchen
Sport nach Schleudertrauma?
Bei einem Schleudertrauma können Schäden an Kapseln, Bändern und Bandscheibe entstehen

Unsere Antwort:

Kapseln, Bänder und die Bandscheiben eines Menschen halten viel aus. Doch alles hat seine Grenzen. Wird bei einem Unfall wie bei Ihnen durch plötzliche Beschleunigung oder abruptes Abbremsen die Belastung zu groß, können Risse entstehen, Nerven und Gefäße geschädigt werden. Typische Folgen sind Kopfschmerzen, Schwindelattacken und Übelkeit – mitunter monatelang. Die Schäden an Kapseln, Bändern und Bandscheiben heilen in der Regel aus (hinterlassen Narben). Allerdings können Funktionseinschränkungen und Bewegungsschmerzen bleiben.

Bei schweren Verletzungen, die die Stabilität der Wirbelsäule zumindest in einem Segment angeknackst haben, kann starke Belastung sehr gefährlich werden. Deshalb sollte die Halswirbelsäule auf jeden Fall von einem Facharzt untersucht werden, bevor man wieder aktiv wird. Gibt der grünes Licht, steht dem Sport nichts mehr im Wege. Außer es zieht Sie plötzlich zu Bungee-Springen oder Kampfsportarten wie Judo und Karate. Diese Sportarten stellen für die Halswirbelsäule ein besonderes Risiko dar und sind daher für Sie tabu!

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