Interview: Spiel mit der Angst

Ihre Technik stimmt, aber was tun, wenn sich beim Match die Angst den Nacken hochschleicht? Hier die besten Tipps vom Profi

Schon als Sie das Spielfeld betreten, wissen Sie: Ich habe keine Chance! Denn da steht Ihr Angstgegner. Dr. Thomas Schack von der Sporthochschule Köln sagt, wie Sie trotzdem siegen.

Men´s Health: Kann man sich auf solche Situationen vorbereiten?

Schack: Ja. Taktisch klug ist es, Infos über den Gegner einzuholen, sich seine Schwächen vor Augen zu führen. Am besten geht das per Video.

Was raten Sie Sportlern während des Matches?

Schack: Sie müssen lernen, sich nicht auf die Angst, sondern auf ihre Aufgabe zu konzentrieren. Besonders gefährlich ist ein negativer Dialog – wenn sie anfangen zu grübeln, ob der andere ihre Unsicherheit spürt. Dagegen helfen Selbst-Instruktionen – Sätze wie „Ich bin hier der Sieger!“ oder „Ich werde es schaffen!“

Was können verängstigte Mannschaften machen?

Schack: Da gibt es Gruppen-Rituale, beispielsweise das gegenseitige Abklatschen. Langfristig helfen in das Spiel integrierte Rituale.

Und wenn ein Einzelner versagt?

Schack: Das Team muss ihm Mut machen. Niemals Vorwürfe, das würde ihn noch mehr schwächen! Aufmuntern, auf die Schulter klopfen, ihn weiter einbeziehen.

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