Minus 15 Kilo: Sportskanone statt Rollermops

Semih hat 15 Kilo angenommen
Semih (22 Jahre; 1,78 m) aus Tuttlingern speckte von 102 auf 87 Kilogramm ab

Vom totalen Faulpelz zum Fitness-Trainer: Unser Leser erzählt im Interview vom Kraftakt, mit dem er sein Leben in Form brachte

Sie haben innerhalb eines Jahres 15 Kilo verloren. Wieso wollten Sie abnehmen?
Als Jugendlicher war ich sehr faul, habe mich kaum bewegt und fuhr selbst kürzeste Wege mit meinem Motorroller. Zu dieser Zeit war ich Maschinenbediener, und meine Kollegen gaben ständig Kommentare ab, etwa: „Du bist so fett, Du kommst ja kaum noch vom Stuhl hoch.“ Der eigentliche Anstoß war jedoch ich selbst: Ich habe mich nicht mehr wohlgefühlt und wollte wieder schicke Klamotten tragen.

Wie sind Sie Ihre Mission angegangen? Als Erstes die Ernährung umgestellt?
Nein. Ich fing damit an, Bewegung in meinen Alltag zu bringen. Zuerst machte ich jeden Tag zu Hause nur Liegestütze. Das war nicht leicht bei so viel Körpergewicht, aber von Woche zu Woche packte ich mehr Wiederholungen. Dann begann ich zu laufen. Da ich überhaupt keine Puste hatte, war ich oft schon nach 10 Minuten am Ende. Aber auch hier schaffte ich es nach ein paar Wochen jedes Mal 5 Minuten länger.

Hat sich Ihr Körpergewicht dann auch in eher kleinen Schritten reduziert?
Gar nicht. Zwar wurde ich fitter, doch auf der Waage tat sich nach 3 Monaten nichts mehr. Darum meldete ich mich in einem Studio an. Der Plan, den ich bekam, war aber so öde, dass ich lieber mit Jungs aus dem Studio trainierte. Die standen mir mit Rat und Tat zur Seite und motivierten mich, das Training nicht sausen zu lassen. Und von da an purzelten die Pfunde.
 
Nur durch regelmäßiges Training oder auch durch eine Ernährungsumstellung?
Mit der Anmeldung im Studio habe ich auch mein Essverhalten verändert. Ich esse seitdem höchstens einmal pro Woche Fast Food oder Süßes. Ansonsten gibt’s morgens und mittags eine Mahlzeit mit komplexen Kohlenhydraten, abends dann Gemüse und Proteine. Mein Tipp bei Heißhunger: Magerquark mit Früchten und Cashewnüssen schmeckt echt oberlecker.
 
Seit einem Jahr sind Sie Fitness-Trainer. Hat das Auswirkungen auf Ihr Training?
Ich trainiere abwechslungsreicher als früher. Boxen, Schwimmen oder Laufen – jeden Tag widme ich einer anderen Sportart, setze mir täglich neue Ziele, bleibe motiviert. Ich achte auch darauf, Kraft und Ausdauer miteinander zu kombinieren. Nach dem Abspecken habe ich so ordentlich Muskeln zugelegt. Mein Ziel ist jetzt, sie vor allem am Bauch zu definieren.

Seite 1 von 1

Sponsored SectionAnzeige