Stress bis zum Infarkt: Ständige Aufregung führt doch zum Herzinfarkt

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Herzinfarkt durch Stress?

Bisher haben Ärzte gezweifelt, wenn man bei Stress Angst vor einem Infarkt hatte. Jetzt ist der Zusammenhang bewiesen.

Herzinfarkt durch Stress? Bisher konnten Wissenschaftler keinen Zusammenhang feststellen. Bisher – denn neue Untersuchungen haben ergeben, dass psychischem Stress sehr wohl und biologisch nachweisbar zum Infarkt führen kann.

Eine Arbeitsgruppe an der Berliner Charité untersuchte gestresste junge Ärzte. Dabei fanden die Forscher heraus, wie sich psychischer Stress auf die körpereigenen Abwehrzellen auswirkt.

Stress führt zur vermehrten Produktion von Bindungsmolekülen ICAM-1, die sich auf der Oberfläche von Immunzellen, den weißen Blutkörperchen, anheften. Damit können sich die Immunzellen an der Innenwand von Blutgefäßen festsetzen. Die Folge: Arteriosklerose, also die Verkalkung der Gefäße. Das wiederum kann zu einem Infarkt führen.

Außerdem stellten sie fest, dass unter Stress vermehrt Interleukin-Botenmoleküle vom Hirn ausgeschüttet werden – Substanzen ,die Signale zwischen Immunzellen vermitteln und diese aktivieren. Auch sie fördern die Anheftung von weißen Blutkörperchen an den Gefäßinnenwänden.

Das ist die erste Studie, die auf molekularer Ebene belegt, dass Stress zum Herzinfarkt führen kann.

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