Nährstoffe in Innereien : Steak-Exkurs: Innereien

Steak-Exkurs: Innereien
Innereien wie Leber haben eine hohe Nährstoffdichte

Leber, Niere, Herz & Co: Wir geben Tipps zum richtigen Umgang und Verzehr von Innereien

Leber, Niere und Co. – für viele unvorstellbar, die zu essen. Schon beim Gedanken dreht sich ihnen der eigene Magen um. Zudem haben die Eingeweide ein mieses Image wegen möglicher Schadstoffe. Hauptaufgabe der Nieren ist es, unseren Körper zu entgiften. In der Leber entstehen Abfallprodukte beim Stoffwechsel. "Innereien spalten diese Welt", sagt die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder aus Hünstetten, "manche mögen sie, andere nicht." Im Interview erklärt die Buchautorin ("Ernährung – wissen, was stimmt", Herder, um 8 Euro), worauf Sie bei Innereien achten sollten, falls Sie nicht abgeneigt sind.

Welche Nährstoffe stecken in Innereien?
Gerade Leber und Nieren enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, etwa Kupfer, Eisen, Zink, Folsäure sowie die Vitamine A, B, C. Die Bioverfügbarkeit ist sogar höher als die aus Pflanzen, Ihr Körper kann sie besser nutzen.

Gibt es nach wie vor Innereien, die zu stark mit Schwermetallen belastet sind?
Die Belastung mit Schadstoffen – gerade mit Schwermetallen – ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Das liegt unter anderem an der Einführung bleifreien Benzins und an einer verbesserten Umweltsituation. So gelangt aus Autoabgasen kein Blei mehr in Getreide und anderes Tierfutter, Grenzwerte für Schwermetalle in Nahrungsmitteln werden nur selten überschritten. Hinzu kommt, dass Innereien von älteren Tieren überhaupt nicht mehr in den Handel gelangen. Schweine werden meist nur 6 Monate alt, Rinder nicht älter als 2 Jahre – da sammeln sich weniger Gifte an. Man kann allerdings sagen, dass die Lebern von Wild- und Freilandtieren stärker belastet sind, weil diese Tiere in der Natur mehr Schadstoffe aufnehmen als im Stall.

In welchen Mengen kann man Innereien ohne große Bedenken verzehren?
Alle 14 Tage Innereien zu essen, ist absolut in Ordnung, 3- bis 4-mal pro Monat welche zu futtern, dürfte Sie auch nicht krankmachen. Lediglich werdende Mütter sollten im ersten Drittel ihrer Schwangerschaft zurückhaltend sein, weil das in Leber reichlich enthaltene Vitamin A in sehr hohen Dosen zu Schädigungen beim Ungeborenen führen kann.

Welche Innereien sind am gesündesten?
Leber besticht in Bezug auf ihre Nährwerte. Zunge und Herz kann man mit Muskelfleisch vergleichen. Und Niere liegt beim Nährwert zwischen Herz und Leber. Innereien sind im Allgemeinen sehr fettarm und eiweißreich, weisen eine hohe Nährstoffdichte auf – ihr mieses Image haben sie also zu Unrecht.

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