Spionagetechnik: Stealth-Tapete statt Firewall

Sicherer Schlaf dank Stealth-Tapete
Dank Stealth-Tapete blieben ihre Nickerchen geheim

Eine neue Spezial-Tapete soll verhindern, dass Wireless-LAN-Signale von außerhalb des Gebäudes angezapft werden. Der Clou: Mit dem Handy kann man trotzdem telefonieren

Drahtlose Computer-Netzwerke, so genannte Wireless-LAN-Netzwerke, übertragen ihre Signale per Funk und werden immer mehr in Firmen verwendet. Deren Firewall-Sicherungen können aber von Profis leicht geknackt werden. Abhilfe soll nun die Stealth-Tapete schaffen, die auf der gleichen Technik basiert, die auch Kampfschiffe und –flugzeuge fürs Radar unsichtbar macht.

Eine Tapete mit Stealth-Technik? Klingt so, als hätte Erfinder Q seine Finger im Spiel gehabt, der James Bond immer mit technische Spielereien versorgt. Tatsächlich ist die abhörsichere Tapete eine Entwicklung für das britische Militär.

Der Hersteller, eine Firma der British Aerospace, löste das Problem mit dünnen flexiblen Kupfer-beschichteten Drähten, die sich durch die Tapete ziehen. Sie können mit einer Schaltung so eingestellt werden, dass sie Strahlungen bestimmter Wellenlängen blockieren oder durchlassen, so Projektleiter Kevin Mitchell. Geheime Daten, die im Unternehmen über die LAN-Antennen verschickt werden, dringen nicht mehr nach draußen. Ein Spion bekommt also überhaupt kein Signal, dass er knacken könnte.

Parallel kann aber die Tapete für die Wellenlänge, auf der Mobiltelefone senden, freigeschaltet werden. Die Tapete wird unter 800 Euro pro Quadratmeter kosten, ein Klacks gegenüber dem Wert, den sie schützen soll.

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