Nachwuchssorgen: Einen Sohn bitte!

Verhütungsmethode: Sterilisation
Im Kampf um die Eizelle haben die "männlichen" Spermien die Nase vorn

Je länger ein Paar sich um ein Kind bemüht, desto wahrscheinlicher wird es ein Junge

Viele vergebliche Zeugungsversuche erhöhen offenbar die Chance auf einen Sohn – um knapp vier Prozent im Jahr, falls es dann doch noch klappt. Denn männliche Spermien haben einen Geschwindigkeitsvorteil: Im zähen Gebärmutterschleim sind sie flinker als ihre weiblichen Rivalen, so das Ergebnis einer niederländische Studie an der Universität Maastricht.

Forschungsleiter Luc Smits und seine Kollegen hatten die Daten von über 5000 Frauen analysiert, die innerhalb von zwei Jahren ein Kind auf die Welt gebracht hatten. Ergebnis: Bei Frauen, die über ein Jahr lang versucht hatten, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, lag der Jungenanteil bei fast 58 Prozent. Trat eine Schwangerschaft früher ein, betrug der Anteil hingegen nur 51 Prozent.

Die Forscher brachten diese Ergebnisse mit früheren Experimenten in Verbindung, die gezeigt hatten, dass zäher Schleim möglicherweise ein Grund für verzögerte Empfängnis sei. Da in zähen Flüssigkeiten männliche Spermien schneller schwämmen als weibliche, seien Kinder von Frauen mit Empfängnis-Problemen eher Jungen, so die Vermutung der Wissenschaftler.

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