Vasektomie: Alles was Mann über die Vasektomie wissen muss

Bei der Vasektomie handelt es sich um eine permanente Verhütungsmethode
Doch noch Kinderwunsch und schon die "Enter-Taste" gedrückt? Eine Sterilisation beim Mann ist umkehrbar

Sie spielen mit dem Gedanken sich sterilisieren zu lassen? Dann sollten Sie diese Fakten zum Thema Vasektomie kennen

Bei der Sterilisation handelt es sich um eine permanente Verhütungsmethode. Der sterilisierte Mann ist nach einer Vasektomie - so der Fachbegriff für die Sterilisations-OP bei Männern - nicht mehr zeugungsfähig. Grund dafür ist, dass das Ejakulat keine Spermien mehr enthält. Diese Methoden gibt es:

  • Gewöhnliche Vasektomie:
    Bei der Vasektomie handelt es sich um eine ambulante Operation die in zehn bis 20 Minuten abgeschlossen ist. Zunächst werden der Leistenring sowie der Hodensack lokal betäubt, es ist aber auch eine Vollnarkose möglich. Der Samenleiter wird dann durch einen kleinen Einschnitt in den Hodensack hervorgeholt. Ein Teil des Samenleiters (zirka ein Zentimeter) wird nun entfernt, die beiden Enden werden verödet und verbunden. Die verödeten Samenleiter werden nun in verschiedene Höhlen des Hodensacks gelagert, sodass sie nicht spontan wieder zusammenwachsen können. Selbstauflösende Fäden verbinden den Schnitt dann wieder.
  • Non-Skalpell-Vasektomie:
    Hierbei handelt es sich um dieselbe Methode. Der Schnitt ist jedoch so klein, dass keine Nähte verwendet werden. Hier genügt ein einfaches Pflaster als Verband und es bleiben nur minimale Einschnittsnarben erhalten. Auf die Sexualität hat die Vasektomie keinerlei Einfluss, jedoch sollte man eine Schonzeit von einem Monat einplanen.

Kann ich die Sterilisation wieder rückgängig machen?

Man kann! "Doch der Eingriff ist aufwendig und es finden sich in Deutschland nur eine Hand voll kompetenter Spezialisten dafür", sagt Professor Dr. Sommer, Spezialist für Männergesundheit. Die Rekonstruktion (die so genannte Vasovasostomie) dauert zwei bis vier Stunden und ist sehr kompliziert.

Bei diesem Eingriff werden die verödeten Samenleiter mikrochirugisch wieder zusammengenäht. Das ganze geschieht unter Vollnarkose. Die Erfolgschance wird vom Universitätsklinikum Heidelberg auf 80 Prozent beziffert. Daher sollten Sie sich vor einer Sterilisation gründlich überlegen, ob Sie vielleicht nicht doch mal Vater werden wollen.

Lesen Sie weiter welche Verhütungsmittel es sonst noch gibt und was man mit Kondomen alles tun kann. Was Sie außerdem zum Thema Verhütung wissen müssen, lesen Sie hier.

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