Vasektomie: Sterilisierte Männer sind unvorsichtig

Kindersegen trotz Sterilisation
Mögliches Ergebnis, wenn Männer nach der Sterilisation die Nachuntersuchung versäumen

Kindersegen trotz Sterilisation könnte selbstverschuldet sein. Viele Männer versäumen es nach der OP, ihr Sperma überprüfen zu lassen

Viele Männer sind nach einer Sterilisation offenbar zu nachsichtig. Bis zu ein Drittel vergisst, überprüfen zu lassen, ob der Eingriff erfolgreich war, so eine amerikanische Studie. Selbst wenn ein Termin vereinbart wird, drücken sich über 15 Prozent.

Nach einer Vasektomie (so heißt der Eingriff zur Sterilisation, bei dem die Samenleiter durchtrennt werden) werden die betroffenen Männer gebeten, Spermaproben abzugeben, um sicher zu gehen, dass darin keine brauchbaren Samen mehr enthalten sind. Die meisten Urologen verlangen zwei Samenproben, die innerhalb von drei Monaten abgegeben werden sollen.

Für ihre Studie hatten die Forscher der Cleveland Clinic Foundation Vasektomie-Patienten gebeten, Samenproben abzuliefern. Die Hälfte der Männer bekamen einen festen Termin, die andere Hälfte nicht. Ergebnis: Über ein Drittel aller Patienten ohne Termin kamen nach dem Eingriff nie wieder zurück – die zweite Probe lieferte nur jeder Fünfte, so die Forscher. Bei den Männern mit Termin waren es immerhin 84 Prozent, wobei die Hälfte auch zum zweiten Termin erschienen, berichtet Studienleiter J. Stephen Jones.

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