Filmtipp "White House Down": Stirb Langsam im Weißen Haus

Trailer zum Film
Trailer zum Film "White House Down"

Yippee Ki Yay, Mr. President! Channing Tatum rettet in "White House Down" in bester "Stirb Langsam"-Manier die Welt und den US-Präsidenten. Das macht er sogar besser als der echte John McClane

John ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Bei einer Touristen-Führung durchs Weiße Haus gerät der Ex-Soldat und Cop in einen Angriff von Terroristen, die es auf das Leben des US-Präsidenten abgesehen haben. Quasi im Alleingang muss er nicht nur den Präsidenten befreien, sondern auch die Welt vor einer Katastrophe bewahren. Nein, der unfreiwillige Weltretter heißt nicht John McClane, sondern John Cale, die Hauptrolle spielt nicht Bruce Willis, sondern Channing Tatum und dies ist auch kein Stirb Langsam-Film. Leider, muss man sagen. Denn Roland Emmerichs Actionkracher White House Down hat alle Zutaten für eine perfekte Fortsetzung der beliebten Action-Reihe: einen sympathischen Underdog, der im dreckigem Unterhemd mit flotten Sprüchen und Erfindungsreichtum gegen eine Übermacht an Terroristen antritt. Plus: eine spannende Story und jede Menge gelungener Abriss-Action. Mittendrin Jamie Foxx als cooler US-Präsident, der sich für die Unversehrtheit seiner Lieblings-Turnschuhe genauso einsetzt wie für den Weltfrieden.

John Cale (Channing Tatum, rechts) macht mit seiner Tochter eine Besichtigungstour durchs Weiße Haus
John Cale (Channing Tatum, rechts) macht mit seiner Tochter eine Besichtigungstour durchs Weiße Haus

Darum geht’s in White House Down: John Cale (Channing Tatum) hat ein Vorstellungsgespräch beim Secret Service im Weißen Haus. Bei der anschließenden Besichtigungstour mit seiner 11-jährigen Tochter Emily (Joey King) stürmt eine Gruppe Terroristen die Machtzentrale der USA und versucht, Präsident James Sawyer (Jamie Foxx) zu entführen. Die Angreifer schalten den Secret Service aus und nehmen den Rest als Geiseln. Nur John kann entkommen und wird zum Mann der Stunde, der nicht nur seine Tochter, den Präsidenten und die anderen Geiseln befreien, sondern auch die Welt vor einer nuklearen Katastrophe bewahren muss. Denn was zuerst wie ein Terroranschlag aussieht, entpuppt sich bald als eine weitreichende Verschwörung gegen die Friedenspolitik Sawyers.

Exzellentes Darstellergespann: Jamie Foxx und Channing Tatum
Exzellentes Darstellergespann: Channing Tatum und Jamie Foxx

Wiederholungstäter Emmerich
Regisseur Roland Emmerich schwingt nach Independence Day und 2012 zum dritten Mal im Weißen Haus die Abrissbirne. White House Down ist allerdings nicht ganz so patriotisch geraten wie erwähnte Blockbuster-Klassiker. Die Feinde kommen diesmal nicht aus den üblichen Klischeeschubladen, sondern aus den eigenen Reihen. Plus: Emmerich nimmt sich Zeit, alle seine Figuren ordentlich einzuführen. Story wie Charaktere sind zwar althergebracht und wenig überraschend, die Umsetzung aber ist erstklassig. Hinzu kommen einige sehenswerte Special Effects, gut getimete, rasante Actionsequenzen und ein exzellentes Darstellergespann Tatum/Foxx. Etwas mehr Bruce-Willis-Humor hätte Emmerichs Sommer-Blockbuster allerdings vertragen können.

Fazit: Im Direktvergleich mit dem mittelmäßigen Moskauausflug der Stirb-Langsam Reihe von 2013 ist schnell klar, dass John Cale der bessere John McClane und White House Down das bessere Die Hard 5ist. Emmerich ist ein spaßiges Action-Feuerwerk gelungen, perfekt für den nächsten Kerle-Abend. Yippee Ki Yay!

White House Down (USA 2013)
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: James Vanderbilt
Darsteller: Channing Tatum, Jamie Foxx, Maggie Gyllenhaal, Joey King, James Woods
Länge: 131 Minuten
Start: 5. September 2013

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