Glatzenbildung: Strategien gegen Haarausfall

Haarausfall kann erblich bedingt sein
Bei Haarausfall die Ruhe bewahren, Stress könnte der Auslöser sein

Geheimratsecken, Kranz, Glatze: Warum die Haare auf Ihrem Haupt ausdünnen – und was Sie gegen Haarausfall tun können

  1. Verlustangst Jeder Mensch verliert täglich zwischen 50 und 100 Haare. Erst bei mehr als 100 spricht man von Haarausfall. Ruhig bleiben! Ein paar Haare im Abfluss der Dusche bedeuten noch lange nicht, dass Sie auf dem Weg zum Glatzkopf sind.
  2. Erbfolge Haarausfall ist erblich – das Zusammenspiel der Gene ist schuld. Forscher der Unis Bonn und Düsseldorf fanden heraus, dass ein Gen, das für frühe Glatzenbildung sorgt, auf dem X-Chromosom vererbt wird, sprich: von der Mutter.
  3. Kahlschlag Und warum trifft es eher Männer? Dihydrotestosteron (DHT), Abbauprodukt von Testosteron, verkürzt die Wachstumsphase der Haare, lässt die Haarwurzeln verkümmern. Folge: Haarausfall, speziell am Oberkopf. "Die Haarwurzeln sind dort verstärkt mit Enzymen ausgestattet, die für die Bildung von DHT verantwortlich sind", so Professor Ulrike Blume-Peytavi vom Kompetenzzentrum für Haare und Haarerkrankungen der Charité Berlin. Orale Enzymhemmer helfen, dürfen aber nie ohne ärztlichen Rat eingenommen werden!
  4. Lückenhaft An Ihrem Hinterkopf zeigt sich ein haarloses Loch? Rund 1,5 Millionen Deutsche leiden an kreisrundem Haarausfall. Mögliche Ursache: eine Überreaktion des Immunsystems. Die Haarzellen teilen sich außergewöhnlich oft. "Das Immunsystem stuft sie als fremde Zellen ein und greift an", erklärt die Expertin. Aber Kopf hoch: 90 Prozent der kahlen Stellen bei kreisrundem Haarausfall verschwinden nach einiger Zeit von selbst, die Haare wachsen an der betroffenen Stelle einfach wieder nach.
  5. Stressfaktor Bewahren Sie auch in hitzigen Situationen stets einen kühlen Kopf. "Stress kann eine Ursache für Haarausfall sein", sagt Blume-Peytavi. Bei zu hoher Belastung werden die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Stress setzt neuronale Botenstoffe wie Cortisol frei, die den Haarwuchs bremsen. Konsequenz auch hier: Haarausfall. Ernähren Sie sich möglichst gesund, denn auch Vitamin-, Eisen- oder Zink-Mangel kommen als Ursache in Frage.

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