Entscheidungsfreude: Stress macht leichtsinnig

Stress macht leichtsinnig
Ja, nein oder vielleicht? Mit dem Stresspegel steigt offenbar auch die Risikobereitschaft der Männer

Männer unter Druck gehen bei Entscheidungen gerne auf volles Risiko, Frauen hingegen auf Nummer sicher

Schwierige Entscheidungen sollten offenbar nicht in stressigen Situationen getroffen werden – wegen falschem Optimismus! Laut einer Studie der University of Southern California besteht nämlich die Gefahr, dass gestresste Männer eine rosarote Brille aufhaben, wenn sie vor die Wahl gestellt werden. Mit dem Resultat: Sie blenden mögliche Risiken aus und entscheiden zu leichtsinnig.

Heißt konkret: Ein Mann, der vor der Entscheidung steht, ein neues Jobangebot anzunehmen, wird sich unter Stress eventuell schneller dafür entscheiden. Damit würde allerdings die Gefahr bestehen, dass er den cholerischen Vorgesetzten einfach ausblende und dafür viel mehr auf den dicken Gehaltscheck schiele. 

Für die Mediziner ein eher überraschendes Ergebnis. Schließlich hatten die Forscher vermutet, Stress sei viel zu sehr mit unschönen Gedanken und Emotionen verknüpft, als dass ein gestresster Mensch die Vorteile einer Entscheidung den Nachteilen voran stellen würde.

Für Frauen soll das Ergebnis übrigens nicht gelten. Bei ihnen sei eher das Gegenteil der Fall und sie würden unter Stress besonders konservativ reagieren und jegliche Risiken meiden.

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