Schlaf: Schlaflos im Hörsaal

Schlafprobleme durch Handystrahlung
Wer konnte bei solchen Hausarbeiten <br>auch nur an Schlafen denken?

Jeder sechste Student leidet unter Schlafproblemen, ergab eine US-Studie. Grund: Studenten büffeln oder feiern öfter die Nacht durch.

"Studenten haben zwei Mal so häufig Schlafprobleme wie die Allgemeinheit – bedingt durch ihren Lebensstil", sagt der Psychologe Professor Walter Buboltz Jr. von der Louisiana Tech University.

Um die Verbreitung von Schlafstörungen unter Studenten zu ermitteln, wurden 191 Louisiana-Tech-Studenten befragt. Die Forscher fanden heraus, dass 15 Prozent der Studenten regelmäßig schlecht schlafen, aus früheren Studien an der Allgemeinbevökerung ist bekannt, dass dort nur neun Prozent unter ständigen Schlafproblemen leiden.

Nur jeder Neunte schläft gut
Darüber hinaus berichteten fast drei Viertel der Studenten von gelegentlichen Schlafschwierigkeiten, während nur elf Prozent (jeder Neunte) angaben, immer gut zu schlafen. Zu den häufigsten Problemen gehörten Schwierigkeiten beim Einschlafen und nächtliches Erwachen. Mehr als jeder Zweite gab an, sich morgens müde zu fühlen.

Acht Stunden müssten reichen
Dabei klingen die üblichen Schlafgewohnheiten der Studenten gar nicht so ungewöhnlich: Acht Stunden Schlaf finden sie an Wochentagen, eine Schlafdauer, die gemeinhin als ausreichend gilt. Doch Professor Buboltz gibt zu Bedenken, dass nicht nur die reine Quantität des Schlafes zähle, sondern mehr noch die Qualität. Und scheinbar liegt dort das Problem vieler Studenten.

Eine schlechte Schlafqualität wurde bereits mit einer Reihe von Problemen in Verbindung gebracht: Anspannung, Depression und die mögliche Verschlechterung der akademischen Leistungsfähigkeit.

Im Regelmaß liegt die Kraft
Die betroffenen Studenten könnten von einfachen Schlafstrategien profitieren, sagt Buboltz, beispielsweise sollten sie immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen.

Durchschnittlich liest sich die studentische Ruhezeit wie folgt: 23:40 Uhr Schlafen gehen, um 7:42 aufstehen. Am Wochenende wird später aber länger geschlafen: Erst um 1:17 Uhr geht's ins Bett, dafür wird bis um 9:45 Uhr geschlafen.

Ein Herz für Langschläfer
Für einen regelmäßigeren Schlafrhythmus könnte auch ein flexiblerer Stundenplan an den Unis sorgen, so Buboltz: "Müssen die Vorlesungen denn grundsätzlich morgens stattfinden?" Und: "Kann man die gleichen Kurse nicht auch nachmittags oder abends anbieten, wenn die Langschläfer unter den Studenten aufmerksamer sind?"

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