Zigarette, Zigarre, Pfeife : Tabak als Suchtmittel

Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich
Tabak ist ein Suchtmittel: Aufhören ist hier die richtige Entscheidung

Trotz Warnungen auf den Schachteln und Rauchverbot in Kneipen: Noch immer greift knapp jeder Dritte Deutsche zum Glimmstängel

Das Suchtmittel

Die Tabakpflanze wurde vor über 500 Jahren von Seefahrern nach Europa importiert und mit ihr die Sitte des Rauchens. Wie Alkohol ist Tabak ein Suchtmittel, dass in der Bevölkerung weitestgehend akzeptiert ist.

Konsumformen

Die klassische Gebrauchsform für Tabak ist das Rauchen von Zigaretten. Seltener wird Tabak in Pfeifen oder als Zigarre geraucht. Vergleichsweise noch weniger verbreitet ist der Konsum von Schnupf- oder Kautabak.

Wirkung von Tabak

Nikotin – dieser Inhaltsstoff der Tabakblätter ist für das verantwortlich, was im Körper eines Rauchers beim Konsum eine Zigarette passiert. Nikotin gelangt über die Blutbahnen ins Gehirn und löst hier verschiedene Abläufe aus. Zum einen regt Nikotin die Ausschüttung bestimmter anregender, stress- und schmerzlindernder Stoffe aus. Es kommt zu einer kurzzeitigen Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit. Zudem hemmt Nikotin die Weiterleitung von Nervensignalen: Der Raucher spürt ein Gefühl der Entspannung.

Suchtfaktor

Nikotin ist eine süchtig machende Substanz. Bei Ausbleiben des Stoffes kommt es bei Abhängigen zu diversen Entzugserscheinungen. Hierzu zählen unter anderem Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Nervosität sowie Angstzustände. Stärker als die körperliche Abhängigkeit ist aber in aller Regel die psychische Sucht. Der Wunsch, etwa mit einer Zigarette eine Wartepause an der Bushaltestelle zu verkürzen, kann nur schwer unterdrückt werden.

Zigaretten richten Schäden an diversen Organen an
Nikotin vergiftet den Körper - deshalb: Finger weg

Kurzfristige Risiken und Langzeitfolgen

Nikotin ist ein Gift. Wird dem Körper zuviel davon zugeführt – etwa durch das Rauchen mehrerer Zigaretten in sehr kurzer Zeit – so reagiert er mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüchen oder Schwindel. Typisch ist ein Husten direkt nach dem Inhalieren des Rauchs – eine Abwehrreaktion des Körpers.

Langfristig wird die Sauerstoffversorgung des Körpers beeinträchtigt. Dies wiederum führt zu einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit, zu Herz-Kreislauffunktionsstörungen und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Die Haut altert schneller. Geruchs- und Geschmackssinn werden beeinträchtigt.

Das Krebsrisiko von Rauchern ist um ein vielfaches erhöht. Häufig kommt es zu Verengungen der Blutgefäße, was zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Der Entzug

Horror-Bilder von Raucherlunge und Lungenkrebs
Horror-Bilder von Raucherlunge und Lungenkrebs 32 Bilder

Tabak ist mitunter das einzige Suchtmittel, von dem sich viele der Konsumenten ohne professionelle Hilfe lösen können. Dennoch gibt es Möglichkeiten der Unterstützung. Wir unterstützen Sie mit unserem Rauchstopp-Guide. Darüber hinaus finden Sie hier weitere Informationen über Anlaufstellen in der Suchtberatung.

Zum Weiterlesen

Allen Carr: Endlich Nichtraucher!

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