Snowboardregeln Teil 2: Technik und Leistung optimieren

Der perfekte Sprung
Sie dürfen in keiner Sekunde daran zweifeln, dass es klappt

Snowboard Profi Christophe Schmidt sagt Ihnen, was Sie für den perfekten Sprung beachten müssen

4. Regel: Technik
Ein perfekter Sprung ist nicht nur technisch einwandfrei, sondern hat auch einen individuellen Stil – erst das erhebt ihn zum Trick. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit Standards etabliert. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Anfahrtsvarianten (etwa rückwärts, auch Fakie genannt), Griffarten oder Rotationen (zum Beispiel eine ganze 360-Grad-Drehung, gesprochen: Three-Sixty). Diese Einzelteile zu einer flüssigen Bewegung zusammenzusetzen, das ist die schwierigste Aufgabe für Freestyle-Snowboarder.

1. Schritt: Bewegungsablauf im Kopf immer wieder durchspielen und dadurch regelrecht abspeichern. "Im Flug ist keine Zeit nachzudenken, das muss automatisch ablaufen", sagt der Profi. 2. Schritt: jede Einzelbewegung isoliert trainieren. "Erst wenn alle Trickelemente für sich sitzen, können Sie die Kombination versuchen." Ein paar Bewegungen lassen sich im Trockenen simulieren – zum Beispiel auf einem Trampolin. "Das ist ein ideales Trainingsgerät, um das Körpergefühl in der Luft zu verfeinern."

5. Regel: Leistung steigern
Wer an ein bestimmtes Level gelangt, der muss sich mit Besseren messen – nur so geht es aufwärts. Schon vor ungefähr 5 Jahren urteilten manche Experten, die Grenze des technisch Machbaren in der Halfpipe sei erreicht. Doch bis heute zeigen Sportler bei Wettkämpfen Trick-Kombis, die bislang als technisch unmöglich galten. "Solche Pionier-leistungen heben das Niveau der gesamten Szene", so Christophe. "Es ist auch eine psychologische Sache. Wenn klar ist, dass ein Trick funktioniert, dann wagen ihn auch andere. Mit der Zeit wird er dann immer ästhetischer absolviert."

Natürlich muss es kein echter Wettkampf sein, der Ihnen zu Höhenflügen verhilft. Eine Session mit Ihren Kumpels reicht vollkommen – auch da können Ihre Mitspringer Sie inspirieren. Oder Sie gehen im Internet auf die Suche nach neuen Kombinationen (etwa auf www.freecaster.tv). Wie auch immer Sie es angehen: Probieren Sie einen Trick nur, wenn Sie ein gutes Gefühl dabei haben. "Sie dürfen in keiner Sekunde daran zweifeln, dass es klappt", sagt Christophe. "Sonst verkrampft Ihr Körper, und Sie verlieren die Kontrolle." Diese Abgeklärtheit ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Sprünge. Auf dem Weg dorthin kommen Sie um ein konsequentes und regelmäßiges Training nicht herum. Also: auf die Hinterfüße mit Ihnen – und ab geht’s!

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