Not-OP: Teddy operieren

Hat schon mit Opa im Feldgepäck bei Verdun gekämpft
Hat schon mit Opa im ersten Weltkrieg bei Verdun gekämpft

Sie liebt ihn, obwohl er alt, hässlich und schmierig ist

Opa hatte ihn schon im ersten Weltkrieg im Feldgepäck, Oma sein abgekuscheltes Fell siebzehnmal wieder angehäkelt. Der blöde Teddy wird überall hin mitgenommen, er darf immer zwischen ihren Brüsten liegen und glotzt Sie mit diesem glasig-kritischen Blick an, wenn Sie zur Sache kommen wollen. Aber nun ist ein Knopfauge ab

Jammernd, als hätte man ihr selbst eins rausgerupft, wiegt sie das einäugige Ungetüm im Arm. Sie müssen ran, Notoperation. Sollten Sie eine Lederahle besitzen, sind Sie fein raus. Sie wissen gar nicht, was das ist? Biegen Sie stattdessen eine Büroklammer zu einer Mondsichel. Stoßen Sie dem Viech eine Spitze in seine Augenhöhle, etwa sechs Millimeter rechts von der Pupillen-Stelle entfernt.

Bohren Sie sich durchs Innere, so dass die Spitze sechs Millimeter links von der Mitte wieder auftaucht. Jetzt nur noch das Auge auffädeln und einen engen Ring biegen. Scharfe Enden mit einer Zange abkneifen und mit der Nagelfeile glätten. Vielleicht dürfen zur Belohnung heute mal wieder Sie zwischen ihren Brüsten liegen.

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