Hoch die Tassen!

Tee hilft der Verdauung

Wer nach fettem Essen auf den Verdauungsschnaps setzt, sollte umdenken: Tee hilft dem Blutfluss ebenfalls auf die Sprünge – und macht nicht besoffen.

Wer nach dem Eisbein mit Sauerkraut kaum noch Luft bekommt, greift meist zum Magenbitter als Digestif. Der Schnaps soll das Blut verdünnen, dass durch das fette Essen dick geworden ist und nur noch träge durch die Adern fließt. Nachteil: Der Alkoholpegel stört nicht nur die Polizei, wenn man wieder nach Hause fährt. Auch wenn der kurze Klare das Blut wieder in Schwung bringt, vereitelt der Alkoholgehalt kurzerhand das Frische-Gefühl nach der Mahlzeit.

Digestif ohne Alkohol
Japanische Forscher suchten nach Abhilfe: Sie gaben Testpersonen nach sehr fettem Essen entweder schwarzen Tee oder pures Wasser um die Verdauung anzukurbeln. Und bei den Teetrinkern wirkte es tatsächlich: ihr Blutfluss wurde merklich besser. Ihre Untersuchungsergebnisse stellten die Tokioer Wissenschaftler auf einem Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Ernährung in San Diego vor. Sie vermuten, dass die antioxidativen Stoffe im Tee über verschiedene Stoffwechselwege einen günstigen Einfluss auf die Blutfettwerte haben – und damit auch auf die Gefäße.

Also: nach dem Essen lieber abwarten und Tee trinken, denn ein alkoholfreier Digestif belastet die Leber weniger und macht trotzdem mit dem Fett kurzen Prozess.

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