Krebsforschung: Test sagt Lebensdauer von Krebspatienten voraus

Bluttest sagt Lebensdauer von Krebspatienten vorau
Gewissheit mittels Bluttest: Ein neues Verfahren soll Krebspatienten ihre verbleibende Lebensdauer vorhersagen

Forscher haben ein Verfahren entwickelt, das Krebspatienten zuverlässig ihre Lebensdauer prognostizieren soll

Britische Wissenschaftler haben einen Test entwickelt, der offenbar sehr genaue Aussagen darüber trifft, wie lange ein Krebspatient im fortgeschrittenen Stadium leben wird. Dieser sogenannte PiPS-Test (Prognosis in Palliative care Study) ist laut Studie jedenfalls wesentlich genauer, als es die Prognosen der behandelnden Ärzte sind. Letztere seien oftmals von der Beziehung zum Patienten beeinflusst und daher nicht selten viel zu optimistisch, so Bridget Gwilliam von der St. Georges University in London.

Der Test funktioniert wie folgt: Anhand einer Checkliste wird der Zustand des Patienten bewertet. Kriterien wie beispielsweise Blutdruck, Alter, Gewicht, Schmerzstärke oder Müdigkeit werden dabei abgefragt. Diese Checklisten funktionieren mittels Punktesystem, mit dem anschließend die verbleibende Lebensdauer errechnet wird. Den Test gibt es in zwei Varianten – einmal mit, einmal ohne Bluttest.

An der Studie nahmen mehr als 1000 Patienten teil, die an Krebs im Endstadium litten. Zunächst baten die Forscher die behandelnden Mediziner um ihre Einschätzung, wie lange ihre Patienten noch leben würden. Parallel nutzten die Mediziner die Checkliste des PiPS, um den Zustand der Patienten zu erfassen. Beim PiPS-Test ohne Blutabnahme deckte sich das Ergebnis der Ärzte mit dem des Tests. Beide lagen in knapp 60 Prozent der Fällen richtig. Die zweite Variante des Tests – diesmal mit Blutabnahme – brachte hingegen ein weitaus verlässlicheres Ergebnis.

Obwohl der Test genauer war als die Expertenmeinung, soll er die Einschätzung des Arztes dennoch nicht ersetzen. Vielmehr sei er dafür da, um die Prognose der Ärzte zu ergänzen und zu verbessern, so die Forscher.

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