Wachstumshormone: Testosteron lässt Muskeln kalt

Testosteron lässt Muskeln kalt
Körpereigenes Testosteron hat offenbar keinen Einfluss darauf, wie schnell und dick unsere Muskeln wachsen

Wissenschaftler entlarven Muskel-Mythos: Testosteron und Wachstumshormone haben keinen Einfluss darauf, wie dick unser Bizeps wird

Wachstumshormone und Testosteron haben offenbar nicht den Effekt in Sachen Muskeltuning, wie weitläufig angenommen (jedenfalls, wenn es um die natürlichen Dosen geht, die unser Körper selbst produziert). Zu diesem Ergebnis kommen 2 Studien der Mc Master Universität, Kanada. Steroide wie beispielsweise Testosteron sollen demnach keinen Einfluss auf die Synthese der Muskelproteine haben, die letztlich dafür verantwortlich sind, dass Bizeps & Co. wachsen.

In der ersten Studie zogen die Forscher zunächst den direkten Vergleich zwischen Männern und Frauen. Dabei wollten sie testen, ob Männer mit ihrem von Natur aus höheren Testosteron-Level einen Vorteil gegenüber den Frauen hätten im Hinblick auf den Muskelaufbau. Fazit: Männer und Frauen können exakt gleich schnell und gleich viel Muskelmasse aufbauen.

In der zweiten Studie absolvierten 56 Männern zwischen 18 und 30 Jahren 12 Wochen lang gezieltes Muskeltraining. 5-mal pro Woche mussten die Teilnehmer schuften. Anschließend wurden deren Testosteronkonzentration und die der Wachstumshormone gemessen. Wieder zeigte sich: Es gab keinerlei Unterschiede zwischen den Probanden – ganz gleich ob jemand kaum Muskelmasse dazugewonnen hatte, oder fast 6 Kilo mehr auf die Waage brachte.

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