Schaden für den Nachwuchs: Testosteronspritzen gefährlich für Baby?

Frage: Mein Freund versucht, durch Testosteronspritzen noch mehr Muskeln zu kriegen. Wäre das für ein Baby eigentlich gefährlich?
Claudia H., Linz
Testosteronspritzen gefährlich für Baby?
Zu viel Testosteron schadet weniger Ihrem Nachwuchs als Ihnen selbst

Unsere Antwort:

Gegenfrage: Kann er denn überhaupt eins zeugen? Aber von vorn: Die Einnahme von Anabolika ist in bestimmten Fitness-Studios leider verbreitet. Die User versprechen sich von ihnen mehr und kräftigere Muskeln sowie eine erhöhte Aktivität.

"Die Nebenwirkungen sind vom Präparat, der Dosis und der Dauer der Einnahme abhängig", sagt Professor Dirk Clasing, Sportmediziner der Universität Münster. Durch das Testosteron in den Anabolika lässt die Lust nach und es kann beim Mann zur Unfruchtbarkeit kommen. Die Produktion der Spermien wird einfach eingestellt, und erst nach dem Absetzten der Medikation kommt sie wieder in Gang (dafür drohen dann Depressionen).

Ein Risiko für ein Baby durch geschädigte Spermien ist nicht zu erwarten. Doch Testosteron-Missbrauch hat für Männer noch weitere Nebenwirkungen: "Erhöhte Bereitschaft zur Arteriosklerose, ,Gynäkomastie‘ (Busenbildung), Leberzellschäden und möglicherweise auch psychische Veränderungen", sagt Dirk Clasing. Und überhaupt: Mit der richtigen Ernährung und einem Trainingsplan hat Ihr Freund das Doping doch gar nicht nötig, oder?

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