Erstversorgung entscheidend: Therapie und Vorbeugung bei der Adduktorenzerrung

Ähnlich wie bei anderen Muskelzerrungen und -rissen sollten Sie auch hier die PECH-Regel anwenden und den Arzt aufsuchen

Therapie: Bei einer Adduktorenzerrung ist eine gute Erstversorgung für den Heilungsverlauf von entscheidender Bedeutung. Ziel der Behandlung ist das schnelle Abschwellen des Muskelgewebes und das Stillen von Blutungen.

Auch hier ist das „PECH-Schema“ oberstes Gebot. Darüber hinaus können abschwellend wirkende Salbenverbände und entzündungshemmende Medikamente die Beschwerden reduzieren. Lokale Anwendung von Ultraschall und auch Elektrotherapie können unterstützend wirken. Ist der Schmerz gelindert, kann die Mobilisierung des Muskels mit physiotherapeutischen Maßnahmen und krankengymnastische Übungen langsam und vorsichtig begonnen werden.

Lassen Sie die Beschwerden nicht chronisch werden
Führt eine solche (konservative) Therapie nach zwei bis vier Wochen nicht zum Erfolg, können lokale Infiltrationen sinnvoll sein. Kurieren Sie Adduktorenzerrungen – ebenso wie andere Leistenbeschwerden – unbedingt aus. Werden diese Beschwerden chronisch, kann es länger als ein halbes Jahr dauern, bis Sie wieder in Ihre frühere sportliche Aktivität zurückkehren können.

Zusätzlich sollte die Körperstatik bzw. die Beckenstellung und Beinlänge kontrolliert werden. Besonders exakt gelingt dies heute durch den Einsatz von lichtoptischen Vermessungssystemen, sog. Optimetrie.

Vorbeugung: Kräftigungs- und Dehnungsübungen der Adduktoren sollten vor jeder Trainingseinheit fester Bestandteil der Aufwärmphase sein.

Seite 30 von 85

Sponsored SectionAnzeige