OP mit Nagel: Therapie und Vorbeugung beim Oberarmbruch

Ruhigstellung durch Gips oder eine Operation sind die beiden Methoden zur Heilung des Knochenbruchs

Therapie: Diese hängt von der Schwere der Verletzung ab. Bei unkomplizierten Brüchen reicht häufig die konservative Therapie aus. Hierfür stellt der Arzt den Arm in einem Verband, einem Gips oder einer Kunststoffmanschette ruhig. Die Heilung braucht dann ca. ein bis zwei Monate.

Es gibt auch seltene Fälle, in denen nicht einmal ein Gips erforderlich wird. Das ist etwa dann der Fall, wenn die Bruchenden so ineinander verkeilt sind, dass sie auch so sehr stabil sind. Die kräftige Oberarmmuskulatur schient den Bruch zusätzlich.

Komplizierte Brüche dagegen müssen meist operiert werden. Ein komplizierter Fall liegt beispielsweise vor, wenn Knochen die Haut durchspießen (offener Knochenbruch), wenn große Blutgefäße oder der Speichennerv verletzt sind oder wenn ein Muskel im Bruchspalt eingeklemmt ist.

Bei der Operation bekommen Sie Nägel in den Knochen
An OP-Techniken sind folgende üblich:
Entweder es werden vom körpernahen oder körperfernen Ende des Bruchs her elastische Drahtstifte in die Markhöhle des Knochens eingebracht und verklemmt. Oder es wird ein Nagel in die Markhöhle (intramedullärer Titannagel) eingebracht und durch Querbolzen verriegelt. (Der Bruch selbst wird dabei chirurgisch freigelegt und mit einer Metallplatte und mit Schrauben stabilisiert.)

Ein anderes Verfahren arbeitet mit einer außerhalb des Körpers angebrachten Spannvorrichtung, einem so genannten Fixateur externe. Dazu werden von außen her Schrauben durch die Haut und die Muskeln eingebracht, die über eine außen angebrachte Stange den Bruch ruhig stellen.

Es kann bis zu zwölf Monate dauern, bis der Arm wieder belastbar ist Selten kann bei einer OP der Speichennerv verletzt werden, was Gefühls- und Bewegungsstörungen der Hand nach sich ziehen kann. (Und: Nach einer OP kann das in den Knochen eingebrachte Metall auf Muskelgewebe drücken oder sogar im Arm wandern. Dadurch bedingte Schmerzen können die Beweglichkeit des Armes einschränken. Deshalb ist die Entfernung der Fremdkörper in einer zweiten Operation sinnvoll.) Insgesamt kann es sechs bis zwölf Monate dauern, bis der Arm wieder normal belastet werden kann.

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