Nebenwirkungen: Viagra fördert Blutgerinnsel

Viagra kann zu Scheidungen führen
Dieses Viagra war völlig Nebenwirkungsfrei

Viagra hilft schlappen Männern wieder groß rauszukommen, manchen aber ins Grab. Es kann nämlich Herz- und Hirnschläge auslösen. Wie genau, haben Forscher jetzt entdeckt.

Das Potenzmittel Viagra hilft Männern auf den Gipfel der Potenz, leider aber nicht ganz ohne Nebenwirkungen. In Verruf gekommen ist das Medikament, weil manche Männer der Schlag getroffen hatte. Warum, war den Forschern bisher allerdings ein Rätsel.

Den Grund für die tödliche Wirkung haben Wissenschaftler aus Chicago jetzt herausgefunden: Sildenafil, der Viagra-Wirkstoff, kann die Bildung von Blutgerinnseln fördern. Dabei macht es die Oberfläche von Blutplättchen klebriger und fördert so die Bildung von Klumpen, die Organe und Gefäße verstopfen können. Das Ergebnis im ungünstigsten Fall: Herz- oder Gehirnschlag.

Verstopfung statt Ejakulation
Von den weltweit 16 Millionen Konsumenten starben seit Juli 1999 nach Angaben der Amerikanischen Medizinischen Gesellschaft 564 nach dem Konsum von Viagra – zumeist an Herzattacken. Dabei wurde das Mittel ursprünglich entwickelt, um gerade solche Verklumpungen des Blutes und damit Herzattacken zu verhindern.

Besonders gefährdet sind Männer, deren Gefäße bereits durch Arteriosklerose beschädigt sind, schreiben die Forscher um Xiaoping Du von der Universität Illinois in Chicago im renommierten Fachmagazin "Cell".

Dennoch löse Viagra alleine noch keine Verklumpungen aus, betonen die Forscher. Dazu brauche es auch Substanzen, die normalerweise bei Gefäßverletzungen ins Blut ausgeschüttet werden. Die Forscher warnen aber, dass Sildenafil dann die Verklumpung des Blutes selbst bei Konzentrationen fördere, die impotente Patienten mit Viagra einnehmen.

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