Lebensretter: Tiere als Alarmsystem

Sind Sie ein echter Kerl
Wenn er Zucker hat, kann sein Hund es riechen

Schlimmstenfalls zerkauen, zerkratzen und zernagen sie Ihr Mobiliar. Bestenfalls retten Hasso & Co. ihr Leben. Und zwar so

Kanarienvogel: Liegt ihr Flattermann tot im Käfig, öffnen Sie sofort die Fenster. Dann die Gasleitungen überprüfen. "Diese Vögel haben eine viel höhere Atem- und Pulsfrequenz und weniger Lungenvolumen als Säugetiere", erklärt Dr. Rüdiger Korbel von der Vogelklinik der Universität München. Ergo: Das Vögelchen kippt um, bevor Sie das Gas überhaupt riechen können.

Meerschweinchen: Sind wir heute ein wenig aggressiv? Schnappen Sie sich den kleinen Nager! "Tiere streicheln beruhigt, senkt den Blutdruck und verringert so das Herzinfarktrisiko", sagt Graham Ford vom Verein "Tiere helfen Menschen" in Höchberg. Funktioniert selbstverständlich bei vielen Tieren, aber der kleine Racker liegt so schön in der Hand.

Hund: Der kann erschnüffeln, wenn Sie unterzuckert sind, noch bevor Sie selbst es merken, sagt das Deutsche Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf. Das liegt vermutlich am Geruch des Schweißes. US-Forscher der Pine-Street-Stiftung in San Anselmo haben Hunde außerdem drauf abgerichtet, Lungenkrebs zu erkennen – am Atem der Betroffenen.

Katze: Nein, springen Sie nicht! Das Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung in Zürich hat nämlich herausgefunden: Wer mit einer Mieze zusammenlebt, ist weniger ängstlich und deprimiert.

Ratte: Was zum Teufel hat Sie beide in diesem Abwasserschacht getrieben? Und aus welchem Grund werden gerade jetzt die Rohre geflutet? Egal, folgen Sie einfach Ihrer Hausratte Rizzo. "Durch Ihren Spürsinn finden Ratten immer aus dem Labyrinth heraus", sagt Dr. Michaela Schneider, Fachtierärztin an der Uni München. Hoffen wir mal, dass der Ausgang auch für Sie groß genug ist.

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