Checkliste: Tipps für den Werkstatt-Termin

Sie brauchen vor allem einen guten KFZ-Mechaniker
Suchen sie sich eine geeignete Werkstatt mit gutem Service

Eine gute Werkstatt zu finden ist schwer. Wer diese vier Schritte befolgt, kommt nicht unter die Räder

1. Werkstatt auswählen: Rein, raus – das reicht nicht! „Ein guter Betrieb repariert nicht nur professionell, sondern er bietet zusätzliche Services an“, erklärt Klaus Wießmann von der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“. Etwa eine freiwillige Mobilitätsgarantie: Streikt Ihr Auto nach dem Werkstattbesuch innerhalb eines Jahres, übernimmt der Betrieb die Abschleppkosten. Oft gibt es sogar einen kostenlosen Leihwagen obendrauf. Weiteres Qualitätsmerkmal: Die Werkstatt ist Mitglied in der Kfz-Innung (www.kfzgewerbe.de). Achten Sie bei Ihrer Auswahl auf das weiß-blaue Schild der Meisterbetriebe.

2. Kosten schätzen lassen: „Holen Sie immer einen Kostenvoranschlag ein, der sämtliche Positionen detailliert auflistet“, rät der Experte. Der ist gratis – zumindest dann, wenn der Betrieb danach tatsächlich unter Ihre Haube kommt. Fragen Sie zur Sicherheit vorher nach. Die Kosten für die Reparatur dürfen maximal 10 Prozent über dem veranschlagten Preis liegen. Am besten bitten Sie den Meister, wenn Sie das Auto abgeben, den Wagen einmal gemeinsam unter der Hebebühne durchzusehen.

3. Auftrag erteilen: Klaus Wießmann: „Erteilen Sie den Auftrag schriftlich und vermeiden Sie dabei schwammige Formulierungen.“ Also ordern Sie nicht einfach einen Rundum-Check. Benennen Sie stattdessen jede Wartung einzeln. „Die Werk-stätten haben oft Checklisten für Standardarbeiten“, sagt der Fachmann. Verlangen Sie, dass der Mechaniker Sie anruft, bevor er an etwas herumschraubt, das nicht auf Ihrer Liste steht.

4. Wagen abholen: „Wichtig ist, dass Sie jeden einzelnen Punkt auf der Rechnung verstehen“, sagt Wießmann. Fragen Sie also gleich nach, falls Sie nicht wissen, wofür ein Kürzel steht. Ihr Auto rattert immer noch? Dann gleich zurück auf die Hebebühne! Unsaubere Arbeit unbedingt schriftlich reklamieren – laut BGB müssen Dienstleister 12 Monate für ihre Arbeit geradestehen. Im Zweifelsfall entscheidet das Gericht. Alterna-tive bei Innungsbetrieben: eine kostenfreie Kfz-Schiedsstelle (www.kfzschiedstelle.de). Hat die ein Urteil gefällt, ist das für die betreffende Werkstatt bindend.

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