Glückliche Partnerschaft: Tipps vom Sexualtherapeuten

Wer sich Zeit für sich und seinen Partner nimmt, wird neue Energie aus den gemeinsamen Momenten ziehen

Oft stempeln Paare ihre Beziehung bereits als "beendet" ab, obwohl noch Hoffnung besteht. Sexualtherapeut Dr. Weber zeigt, wie es doch noch klappen kann

Nach einigen Jahren lässt in vielen Partnerschaften die gegenseitige Anziehung nach. Wie kann man dem vorbeugen?
Ach, in einem gewissen Maße ist das doch ganz normal. Aber trotzdem: "Mann" sollte sich nicht gehen lassen: Mangelnde Hygiene, Jogginghosen-Look – da kann man direkt was gegen tun. Auch Ihre körperliche Fitness sollten Sie nicht aus den Augen verlieren. Aber: ein Waschbrettbauch ist lange nicht so sexy wie Interesse an Ihrer Partnerin. Durch Interesse fühlt sich Ihre Partnerin begehrt und bestätigt.

Das hört sich ja plausibel an, nur: Wie kann ich meiner Partnerin denn Interesse vermitteln?
Interesse vermitteln Sie, indem Sie sich Ihrer Partnerin zuwenden. Unter Zuwendung lässt sich jede positive Reaktion verstehen: zurücklächeln, zuhören, fragen. Anziehend ist es außerdem, wenn man sich auch als Mann mal helfen lässt und den Einfluss seiner Frau sucht oder zulässt.

Gerade in der heutigen Zeit leiden viele Menschen unter beruflichem Stress. Wie können Paare dieses Hindernis meistern?
Nutzen Sie in besseren Zeiten die gemeinsamen Momente, die dann als Erinnerungen in stressigen Zeiten dienen können. Zweitens: keine Vorwürfe! Berufsbedingter Stress ist der gemeinsame Feind – nicht die Partnerin. Außerdem ist die Qualität der zusammen verbrachten Zeit entscheidend, nicht die Quantität. Machen Sie den Kachelofen an, wenn Sie wissen, dass Ihre Liebste schnell friert. Diese Dinge brauchen wenig Zeit und zeigen Ihrer Partnerin, dass Sie für sie da sind.

Streiten wegen Kleinigkeiten – das passiert leider schnell und häufig. Gibt es etwas, was Paare beachten sollten?
Um eine glückliche Partnerschaft zu haben, braucht man keine ideale Partnerin. Also hören Sie auf mit dem Meckern und Vergleichen. Wer vergleicht, verliert! Lernen Sie Ihre Partnerin zu akzeptieren und zu tolerieren – und ertragen Sie das, was Sie nicht an Ihr lieben. Viele Paare streiten völlig unnötig, weil sie Dinge ändern wollen, die sich nicht oder kaum ändern lassen: Persönlichkeitsmerkmale, Umgang mit Zeit oder mit Ordnung.

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