Kondompannen vermeiden: 8 Risiken, die Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit kennen sollten

Wenn das Kondom tagsüber in der brütenden Hitze im Auto gelegen hat, sollten Sie sich für die Hitze in der Nacht lieber ein neues besorgen

Falsches Gummi oder falsch benutzt: Die acht häufigsten Gründe, aus denen Kondome reißen oder abrutschen und was Sie tun können, um das zu vermeiden

1. Falsch aufbewahrt

Hitze, extreme Kälte, spitze Gegenstände und Reibung können Latexkondome beschädigen. Bei Hitze werden sie weniger elastisch und reißfest, bei minus 50 Grad werden sie hart und splittern. „Lassen Sie Kondome nicht bei praller Sonne im Auto liegen, auch nicht im Handschuhfach“, rät daher Hans-Roland Richter, Vorsitzender der Deutschen Latex Forschungsgemeinschaft Kondome e.V.. Praktisch, aber auch nicht sicher: Die Aufbewahrung in Hosentasche oder Geldbeutel. „Dort können Schlüssel oder Münzen das Kondom beschädigen“, erklärt Andreas Gloël, Diplom-Sozialpädagoge und Sexualpädagoge von Pro Familia in Hamburg. Stattdessen empfiehlt er die Aufbewahrung in einer Dose. Tipp: Wenn das Kondom beschädigt ist, merken Sie das auch daran, dass kein Luftpolster mehr in der Verpackung ist.

2. Kondom beschädigt

Weitere Übeltäter sind spitze und scharfe Gegenstände. Mit den Zähnen aufgerissen, mit rauen Fingernägel angefasst – und schon ist das Kondom kaputt. Auch Schmuck oder Piercings können es beschädigen. Reißen Sie es daher seitlich mit den Händen auf. Auch tabu: Die Schere.

3. Zu großes Kondom

Das Kondom sitzt schön locker und drückt kein bisschen? Angenehm – aber leider nicht sicher. Denn damit das Gummi nicht abrutscht, sollte es eng anliegen. Daher empfiehlt Richter: „Verwenden Sie im Zweifelsfall eher ein kleineres Kondom als eines zu großen. Das sorgt außerdem für optimale Gefühlsübertragung.“

4. Falsche Form

Standardkondome passen nicht zu jedem individuell geformten Penis. Daher kann Ihnen das Gummi abrutschen, auch wenn es die richtige Größe hat. Achten Sie daher auf die passende Form. Speziell vorm Abrutschen schützen kann ein Kondom, dass hinter der Eichel enger ist und unter dem Namen „konturiert“, „tailliert“ oder „anatomisch“ verkauft wird. Gloël: „Helfen kann ein verstärkter Ring oder Kondome, die nach hinten schmaler werden, sodass der Ring fest sitzt“.

5. Falsche Kondome beim Analverkehr

Für Analverkehr sollten Sie ausschließlich Kondome nehmen, die dafür geeignet sind. Denn im engeren Darmkanal werden sie stärker beansprucht als in der Vagina. Sehen Sie dazu auf der Verpackung nach. Sie nennen sich meist reißfest und haben mit 0,1 Millimetern fast die doppelte Wandstärke im Vergleich zu normalen Kondomen. „Bei Labortestest reißen sie erst bei höherer Kraftanwendung“, sagt Richter.

6. Luftblasen oder Gleitmittel im Kondom

Wenn Luft eingeschlossen ist oder Sie Ihren Penis vorher mit Gleitmittel bestrichen haben, kann er sich im Kondom bewegen. Problem: „Durch die ʻStoßbewegungʼ beim Geschlechtsverkehr rutscht der Penis immer weiter in das Kondom hinein und dehnt den Latex im schlimmsten Fall so extrem, dass er durchstoßen wird“, erklärt Richter.

7. Sie ist zu trocken

„Bei trockenem Geschlechtsverkehr kann das Kondom durch Vagina oder Po stärker festgehalten werden als von der Penishaut“, erklärt Richter. Die Folge: Das Gummi rutscht ab oder bleibt stecken. Seien Sie daher nicht zu sparsam mit Gleitmittel.

8. Falsches Gleitmittel

„Ölhaltige Gleitmittel beschädigen den Latex“, sagt Gloël. „Es sollte ausdrücklich darauf stehen, dass es für Kondome geeignet ist“.

Was Sie sonst noch beachten sollten, damit das Kondom nicht reißt oder abrutscht, lesen Sie hier.

Sponsored SectionAnzeige